Schwarzarbeit Kanton soll drei Millionen Franken in den Sand gesetzt haben

Der Kanton Baselland habe jahrelang zu viel bezahlt für Kontrollen wegen Schwarzarbeit und Lohndumping auf Baustellen. Dies schreibt die Basellandschaftliche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe.

Männer auf dem Gerüst

Bildlegende: Der Kanton Basel-Landschaft soll zu viel Geld für die Schwarzarbeitskontrolle bezahlt haben.- Keystone

Rund drei Millionen Franken habe der Kanton zu viel bezahlt für Schwarzarbeits- und Lohndumpingkontrollen, schreibt heute die Basellandschaftliche Zeitung. Sie stützt sich dabei auf einen Vergleich: Die neu ins Leben gerufene Kontrollstelle «Arbeitsmarktkontrolle für das Baugewerbe» muss nämlich für weniger Geld mehr Betriebskontrollen durchführen als die beiden bisherigen Kontrollstellen zusammen.

In Zahlen: Eine Kontrolle der neuen Kontrollorganisation kostet 2621 Franken statt wie bisher 4376 Franken. Damit werden die Kontrollen auf einen Schlag 40 Prozent günstiger. Beim Kanton weist Rolf Wirz, Sprecher der Volkswirtschaftsdirektion, diese Berechnungen zurück: «Diese Rechnung stimmt so nicht.» Man könne nicht einfach die Kosten pro Kontrolle berechnen.

Allerdings bestätigt Wirz, dass die beiden bisherigen Kontrollstellen ZAK und ZPK nur wenige Kontrollen durchführen mussten. Deshalb sei der Preis pro Kontrolle auch hoch gewesen: «Wir wissen, dass die Kontrollen teuer waren, vermutlich zum Teil auch zu teuer», sagt Wirz. Und im Jahr 2014 habe die Schwarzarbeitskontrollstelle ZAK zu wenig Kontrollen durchgeführt. Deshalb beschloss die Regierung bereits im Dezember 2015, von der ZAK 380'000 Franken zurückzuverlangen. Allerdings hat der Kanton diese Forderung bis heute nicht durchgesetzt und ist immer noch am Verhandeln.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)