Kantonales Schwingfest: Urchig und doch modern

Das Kantonale Schwingfest in Binningen lockte rund 1500 Besucher und Besucherinnen an. Viele der Besucher schätzten die «urchige und traditionelle» Seite des Schwingens. OK-Präsident Roger Moll betonte jedoch auch, dass das Schwingen moderner geworden sei.

Zwei Schwinger im Sägemehl

Bildlegende: Auf vier Sägemehlkreisen traten die Schwinger gegeneinander an. SRF

«Hier sieht man Babys und Grossväter, es ist ein richtiges Volksfest», freute sich ein Besucher des Schwingfests auf der St. Margarethen-Turnmatte in Binningen. OK-Präsident Roger Moll bestätigte, dass das Publikum jünger geworden sei. Das liege daran, dass das Schwingen an sich moderner geworden sei. «Die Bewegungen sind athletischer geworden und sind auch für Laien gut nachvollziehbar», so Moll.

Traditionelle Grundwerte

Viele der Besucher und Besucherinnen betonten jedoch, dass sie das Schwingen seiner Traditionen wegen schätzen würden. «Es ist urchig, kameradschaftlich und fair», so ein älterer Mann im Sennenkutteli. «Die Schwinger geben sich vor dem Wettkampf die Hand. Und nach dem Spiel klopft der Gewinner dem Verlierer das Sägemehl vom Rücken. Das ist echte Fairness.»

Nordwestschweiz als Waisenkind

OK-Präsident Roger Moll betonte, dass die Nordwestschweiz in der nationalen Schwingerszene noch mehr Anerkennung brauche. «Wir müssen noch mehr auf die Hinterbeine stehen», so Moll. Er hoffe, dass wieder mehr Junge aus der Region in den Schwingsport einsteigen würden, damit die Region stärker werde.