Jungpolitiker aus beiden Basel im Streitgespräch

Sogar die Gegner der Kantonsfusion wären bereit, in einem allfälligen Verfassungsrat für einen fusionierten Kanton Basel mitzuarbeiten.

Jungpolitiker (von links): Carol Baltermia, Samira Marti, Alexander Gröflin und Filip Winzap.

Bildlegende: Jungpolitiker (von links): Carol Baltermia, Samira Marti, Alexander Gröflin und Filip Winzap. SRF

Vier Jungpolitiker aus Stadt und Land - sie sind die Generation, die einen fusionierten Kanton Basel mitgestalten würde. Wie sehen die jungen Männer und Frauen die Vor- und Nachteile der Wiedervereinigung? Darüber diskutieren sie im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Für den Fusionsbefürworter Carol Baltermia (Jungfreisinnige Basel-Stadt) wäre eine Fusion schlicht logisch. «Für mich bestehen die Kantonsgrenzen, die man damals hochgezogen hat, nicht mehr im tagtäglichen Leben.» Bei Samira Marti (Juso Baselland) klingt es ähnlich: «Wir leben zusammen in ein und derselben Region und wollen unsere Region deshalb auch gemeinsam gestalten.»

Filip Winzap (BDP Baselland) ist ein Fusionsskeptiker. «Seien wir ehrlich: Einen fusionierten Kanton Basel würde jene Generation gestalten, die heute an der Macht ist. Und diese Leute bringen es ja nicht mal fertig, ein Theater gemeinsam zu betreiben.» Alexander Gröflin (SVP Basel-Stadt) bezweifelt, dass Fusionen automatisch zu Einsparungen in der Verwaltung führen.

Bei allen Unterschieden sind sich die Jungpolitiker in einem jedoch einig: Stimmt das Volk in beiden Kantonen der Fusionsinitiative zu, dann wären sie alle bereit, in einem Verfassungsrat mitzuarbeiten.