Abstimmungen Kaserne Basel wird saniert

Das Basler Stimmvolk will, dass die Kaserne für 45 Millionen Franken saniert und umgebaut wird. Das Referendum der bürgerlichen Parteien FDP, LDP, BDP und SVP hatte an der Urne keine Chance.

Sanierung und Umbau Kaserne Auf / Zuklappen

Kanton Basel-Stadt: Gesamtsanierung und Umbau der Kaserne zum Kultur- und Kreativzentrum

JA-Stimmen absolut: (33'634 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (20'836 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 61.7%
NEIN-Stimmen relativ: 38.3%

Aufhebung Quorum bei Grossratswahlen Auf / Zuklappen

Kanton Basel-Stadt: Gesetzesänderung: Aufhebung des Quorums bei der Wahl des Grossen Rates

JA-Stimmen absolut: (28'799 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (21'841 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 56.9%
NEIN-Stimmen relativ: 43.1%
  • Der Kasernenhauptbau kann für 45 Millionen Franken zu einem Quartier-, Kultur- und Kreativzentrum umgebaut werden.
  • Das Basler Stimmvolk sagt mit knapp 61,8 Prozent Ja-Anteil zum Neubau.
  • Verlierer sind die bürgerlichen Parteien BDP, FDP, LDP und SVP, die das Referendum gegen die Sanierung ergriffen haben.
  • Zu den Gewinnern gehört unter anderem der ehemalige Regierungspräsident Guy Morin, der den Umbau der Kaserne als Herzangelegenheit bezeichnete.

Der Basler Grosse Rat hat im September 2016 beschlossen, dass der Hauptbau der Kaserne für mehrere Millionen Franken umgebaut werden soll. Bürgerliche Parteien haben das Referendum dagegen ergriffen, weil sie der Meinung sind, das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimme nicht. Geplanter Baubeginn ist nach dem Tattoo 2018, wie das Basler Baudepartment auf Anfrage sagt.

Aussen soll die Kaserne aus Gründen des Denkmalschutzes wenig verändert werden. Der Hauptumbau und die Sanierung betrifft das Innenleben der Kaserne. Umgebaut wird diese nach Plänen des Basler Architekturbüros Focketyn del Rio, das 2013 gewonnen hatte.

Änderungen im Wahlgesetz (Quorum)

Basel-Stadt hebt die Vier-Prozent-Hürde auf. Das Basler Stimmvolk hat der Aufhebung des Quorums (Sperrklausel) mit 56 Prozent zugestimmt. Das heisst: Kleine Parteien oder kleine politische Gruppierungen schaffen leichter den Sprung ins Basler Parlament.

Reaktionen auf das «Ja»