Kein Mineralwasser mehr für Basler Kantonsangestellte

Ein Vorstoss der Grünen im Grossen Rat fordert, dass die Mitarbeiter nur noch Hahnenwasser trinken. Dies sei wesentlich ökologischer als Mineralwasser aus der Flasche. Der Vorstoss wird am Mittwoch behandelt.

Wasserhahn.

Bildlegende: Hahnenburger statt Mineralwasser für Basler Staatsangestellte. Keystone

Mehr als 10'000 Frauen und Männer arbeiten in der Verwaltung des Kantons Basel-Stadt. Und weil der Kanton einer der grösster Arbeitgeber der Region sei, solle er in ökologischer Hinsicht eine Vorbildfunktion haben, findet Grossrat Michael Wüthrich (Grüne).

Aus ökologischer Sicht sei Leitungswasser sinnvoller als Mineralwasser aus der Flasche. «Mineralwasser hat eine tausendmal schlechtere Öko-Bilanz.» Ein Mineralwasser werde kilometerweit mit dem Lastwagen transportiert, dann gelange es via Bahn zum Verteiler und erst danach zum Konsumenten.

Michael Wüthrich betont jedoch, er wolle keineswegs den Kantonsangestellten das Mineralwasser verbieten. «Wenn sie Mineralwasser trinken wollen, dann können sie es selber kaufen. Ich fordere lediglich, dass der Kanton selber kein Mineralwasser kauft.»

Die Idee für seinen Vorstoss hat der grüne Politiker aus Kanada übernommen. Er möchte, dass Basel-Stadt der kanadischen Initiative «Blue Community» beitritt, die den Konsum von Hahnenwasser fördern will. In der Schweiz wäre Basel nach Bern die zweite Stadt, die bei dieser Aktion mitmacht.

Der Vorstoss hat im Parlament gute Chancen. Er wird unterstützt von den linken Fraktionen, aber auch von mehreren bürgerlichen Politikern.

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)