Keine Debatte über die Dreiland-Hafenvision bei unseren Nachbarn

Über das «Entwicklungsprojekt 3Land» wurde in Basel hitzig diskutiert. Besonders die Visualisierungen von Ideen für «Rheinhattan» sorgten für Aufregung. In dieser Debatte ging oft vergessen, dass es sich dabei um ein Projekt zwischen der Schweiz, Frankreich und Deutschland handelt.

Der Basler Hafen aus der Vogelperspektive.

Bildlegende: In Basel wurde hitzig über die Weiterentwicklung des Hafens im Dreiländereck diskutiert. Google

An einem Podium traten alle Baumeister der drei betroffenen Städte - Basel-Stadt, Weil am Rhein und Huningue - gemeinsam auf und betonten die Vorteile des Projekts «Entwicklungsvision 3Land». Es geht dabei um das Gebiet rund um den Hafen, das langfristig im grossen Stil umgestaltet werden soll. Daran wollen sich alle drei Länder beteiligen.

Grenzen abbauen - Arbeitsplätze schaffen

«Das wir uns da öffnen und die Grenzen abbauen», nennt Christian Renner, Bauamtsleiter von Weil am Rhein als Ziel des Projekts gegenüber den «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Ähnliches wünscht sich auch der Bauamtsleiter von Huningue, Richard Horn. Ausserdem erhofft er sich durch das Projekt auch wirtschaftliches Wachstum und neue Arbeitsplätze.

Wenig Interesse bei den Nachbarn

Während das Projekt - dabei besonders die Bilder einer Vision zu «Rheinhattan» - in Basel für hitzige Diskussionen sorgte, blieben diese bei unseren Nachbarn bislang aus. «Diskussionen wie es sie in Basel gab, nein, das es bei uns nicht», sagt dazu Christian Renner aus Weil am Rhein. Unter anderem mit Podiumsdiskussionen, versuchen die Baumeister der drei Städte jetzt die Diskussion auch in Frankreich und Deutschland zu wecken.