Keine Einigung im Mietstreit um Wittlingerstrasse

Im Rechtsstreit zwischen Mietern und Vermietern an der Wittlingerstrasse im Hirzbrunnenquartier ist es heute noch zu keinem Urteil gekommen. Sechs Mietparteien wehren sich gegen die Hausbesitzerin, die Basler Pensionskasse.

Elf Mieterinnen und Mieter der Wittlingerstrasse posieren vor der Verhandlung auf der Treppe des Zivilgerichts.

Bildlegende: Die Mieterinnen und Mieter der Wittlingerstrasse gehen gerichtlich gegen die Basel-Städtische Pensionskasse vor. SRF

Sechs Mietparteien wehren sich gerichtlich gegen die Kündigung aus ihren Wohnungen an der Wittlingerstrasse. Die Besitzerin der Häuser, die Basler Pensionskasse (PKBS), möchte die Wohnblocks aus den 70er Jahren totalsanieren.

Vor der Mieterschlichtungsstelle, haben die Mieterinnen und Mieter Recht bekommen. Nun haben die Parteien den Fall vor dem Basler Zivilgericht verhandelt. Zu einem Urteil ist es dabei nicht gekommen. Aber auch zu keiner Einigung.

Die Anwälte der Mietparteien betonten nochmals, dass es sich bei den Kündigungen um Kündigungen «auf Vorrat» handelt, da zum Zeitpunkt der Kündigung noch kein konkretes Sanierungsprojekt vorlag. Die Pensionskasse argumentiert, dass die geplante Sanierung so umfassend sei, dass die Mieter nicht in den Häusern bleiben könnten.

Die Mieterinnen und Mieter, die sich gerichtlich gegen die PKBS wehren sind ehemalige Staatsangestellte. Ihnen ginge es mehr als um die Kündigung, betonten sie. Sie fühlen sich alleingelassen von der Pensionskasse, in die sie jahrelang Beiträge eingezahlt haben. Der Rechtsstreit sei auch eine Herzensangelegenheit. Ihnen liegt auch viel daran im Quartier wohnen zu bleiben, wo sie verwurzelt sind.

Das Zivilgericht wird sein Urteil Ende Februar schriftlich mitteilen.