Keine Initiative für Beitritt zum Hooligan-Konkordat in Basel

Es bleibt dabei: In Basel-Stadt gibt es keine schärferen Regeln gegen Gewalt an Sportveranstaltungen. Basel-Stadt tritt dem sogenannten Hooligan-Konkordat nicht bei. Für eine entsprechende Volksinitiative kamen zu wenig Unterschriften zusammen. Das selbe Szenario zeichnet sich im Baselbiet ab.

Fans brennen Pyro-Fackeln ab

Bildlegende: In Basel gelten auch in Zukunft keine schärferen Regeln rund um Fussball-Spiele. Keystone

SVP-Grossrat Joel Thüring ist enttäuscht. Nächste Woche läuft in Basel-Stadt die Sammelfrist für die Volksinitiative für einen Beitritt zum Hooligan-Konkordat ab. Noch fehlen jedoch rund ein Drittel der benötigten Unterschriften.

Zu den Gründen, weshalb die Sammlung in Basel-Stadt so harzig läuft, meint Thüring: «Wir haben keine Partnerorganisation und konnten auch keinen Versand der Unterschriftenbögen machen.» Damit ist heute schon klar, dass die Initiative in Basel-Stadt sicher nicht zustande kommt.

Keine Signale aus dem Baselbiet

Und auch im Baselbiet hört man nichts mehr von den Initianten. Joel Thürings Mitstreiter im Baselbiet hat sich unterdessen aus der Politik verabschiedet. Landrat Peter Müller (CVP) wurde im letzten Jahr nicht mehr wiedergewählt. «Ich selber habe keine Kapazitäten, auch noch im Baselbiet Unterschriften zu sammeln», betont Thüring.

«  Wenn es wieder Ausschreitungen gibt, dann kommt das Thema wieder auf die Tagesordnung. »

Joel Thüring
SVP-Grossrat

Somit bleibt alles beim Alten - schärfere Regeln rund um Fussballspiele im Joggeli gibt es keine - genau so wie es die beiden Parlamente bereits beschlossen haben. Laut Thüring habe zum Misserfolg auch beigetragen, dass es in den letzten Monaten rund um die Fussballspiele des FC Basel im grossen und ganzen ruhig geblieben ist. «Zum Glück ist nichts passiert. Ich bin mir jedoch sicher, dass wenn es wieder zu Ausschreitungen kommt, dann das Thema wieder auf die Tagesordnung kommt.»