Keine Sondermüllanlage in Grenzach

Das Projekt für eine Sondermüll-Anlage in Grenzach-Wyhlen ist zumindest vorläufig gestoppt. Der Gemeinderat hat entschieden, dass für das BASF-Areal ein Bebauungsplan ausgearbeitet wird. Bis dieser vorliegt, sind auf dem Areal keine Veränderungen möglich.

Luftaufnahme des BASF-Geländes am Rhein.

Bildlegende: Das Gelände der BASF in Grenzach-Wyhlen. zVg

Das Projekt für eine Sondermüll-Anlage in Grenzach-Wyhlen ist zumindest vorläufig gestoppt. Der Gemeinderat hat entschieden, dass für das BASF-Areal ein Bebauungsplan ausgearbeitet wird. Bis dieser vorliegt, sind auf dem Areal keine Veränderungen möglich.

Der Gemeinderat von Grenzach-Wyhlen - das Gemeindeparlament - habe seinen Entscheid nach einem Gespräch mit der BASF gefällt. Ausschlaggebend sei gewesen, dass die BASF keine verbindlichen Aussagen zu ihren Zukunftsplänen in Grenzach-Wyhlen gemacht habe.

Der Gemeinderat sei bisher davon ausgegangen, dass mit einer Bewilligung der Sondermüllanlage oder anderer industrieller Aktivitäten auf dem Areal, die BASF und ihre rund 200 Arbeitsplätze an Grenzach-Wyhlen gebunden werden könnten. Dies sei jedoch in den Gesprächen durch die BASF nicht bestätigt worden.

Bedenken auch in Basel

Gegen die Pläne der Firma Zimmermann für eine Sondermüll-Anlage auf dem BASF Areal hatte sich in Grenzach-Wyhlen ein breiter Widerstand organisiert. Insbesondere wurde die Informationspolitik der Firma Zimmermann kritisiert. Auch auf Schweizer Seite wurden die eingereichten Unterlagen bemängelt. Bedenken hatte man beim Basler Amt für Umwelt und Energie AUE, weil wenig unterhalb der Abwasser-Einleitung Wasser für die Anreicherung des Grundwassers in den Langen Erlen aus dem Rhein gepumpt wird.