Infrastruktur im Baselbiet Kläranlage Frenke 3 bald vor dem Aus

Die Kläranlage «Frenke 3» in Bubendorf sorgte immer wieder für Probleme, zuletzt anfangs 2017. Doch schon im Frühling und Sommer gab es Zwischenfälle. Die Kläranlage läuft aufgrund ihres hohen Betriebsalters an der Kapazitätsgrenze. Der Kanton plant deshalb deren Schliessung.

Die Tage der Kläranlage «Frenke 3» in Bubendorf sind gezählt. Die Anlage läuft am Limit. Deshalb plant das Baselbieter Amt für Industrielle Betriebe seit Längerem, die Anlage in Bubendorf zu schliessen. Anstelle von Bubendorf würde die Anlage in Füllingsdorf ausgebaut, sagt Amtsleiter Pascal Hubmann.

Bubendorf ist kein Einzelfall

Im ganzen Kantonsgebiet hat es 27 Kläranlagen. 22 dieser Anlagen sind kleine Anlagen und viele von ihnen sind in die Jahre gekommen: «Zahlreiche kleinere Anlagen sind über 30 Jahre alt», sagt Hubmann.

Aus diesem Grund hat der Baselbieter Landrat vor wenigen Wochen beschlossen, einige dieser kleinen Anlagen zu schliessen. Darunter sind die Kläranlagen Nusshof, Rüneberg, Kilchberg und Zeglingen. Das Abwasser dieser Anlagen wird in Zukunft einer grösseren Anlage zugeführt und dort gesäubert.

Die Neuorganisation der Kläranlagen im Kanton kostet in den nächsten acht bis zehn Jahre rund 40 Millionen Franken jährlich. Diese Investition spürt auch die Bevölkerung. Die Abwassergebühren werden steigen.

(Regionaljournal Basel, 06.32)

Kläranlagen im Baselbiet

Zurzeit hat es im gesamten Kanton 27 Kläranlagen. Darunter hat es fünf grosse Anlagen. Diese befinden sich in Birsfelden, Therwil, Sissach, Füllinsdorf und Bubendorf. Es bestehen Pläne, die Anlage in Bubendorf zu schliessen.