Baselworld 2017 Kleinere Uhrenmarken setzten Druck auf bei Baselworld

Die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld wird ab 2018 weniger lange dauern. Damit sei aber nicht der Anfang vom Ende der Messe eingeleitet, sagt Baselworld-Direktorin Sylvie Ritter.

Haupteingang der Baselworld: Man sieht ein grosser "Baselworld"-Schriftzug und Leute, die in die Messe gehen oder rauskommen.

Bildlegende: Zur 100. Ausgabe der Baselworld im 2017 kamen im 200 Aussteller weniger. Keystone

Die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld reagiert auf die Krise in der Uhrenbranche: Die 101. Ausgabe im kommenden Jahr wird zwei Tage kürzer als die Messe derzeit ist.

Was Aussenstehende überrascht, ist für Insider aber nicht erstaunlich. Sylvie Ritter, Direktorin der Baselworld, sagt: «Kleinere Marken haben uns schon länger gebeten, die Baselworld zu verkürzen. Jetzt haben auch die grösseren Marken eingelenkt.» Die Messe Schweiz habe daraufhin analysiert, wann die Baselworld die meisten Besucherinnen und Besucher aufweise und das sei jeweils von Donnerstag bis Montag, so Ritter.

Ein Ende der Baselworld sei aber trotz kürzerer Ausgabe nicht in Sicht, betont Ritter. «Die Verkürzung ist nicht der Anfang vom Ende», sagt sie und verweist auf die Kunstmesse Art Basel, die in der Vergangenenheit ebenfalls verkürzt worden sei.

Basel Tourismus befürchtet Kettenreaktion

Keine Freude an einer kürzeren Baselworld hat der Basel Tourismus. Direktor Daniel Egloff betont die Wichtigkeit der Messe. Wenn eine so wichtige Messe um einen Viertel gekürzt werde, werde das das ganze Umfeld spüren, meint Egloff. Zudem sei es ein gefährliches Zeichen nach aussen. «Man muss schon aufpassen. Wenn eine Marke meint, sie brauche nicht mehr nach Basel zu kommen, könnte das eine Kettenreaktion auslösen» sagt Daniel Egloff.

(Regionljournal Basel, 12:03 Uhr)