Kooperation statt Konfrontation im Baselbiet

Der 2. Wahlgang um den Sitz des abtretenden Finanzdirektors Adrian Ballmer verläuft ruhig. Ist das Zeichen einer Verunsicherung - oder Zeichen einer anständigen Kommunikationskultur?

Porträt Eric Nussbaumer und Thomas Weber

Bildlegende: Eric Nussbaumer und Thomas Weber wollen keinen angriffigen Wahlkampf führen. Keystone

Die beiden Kandidaten Eric Nussbaumer (SP) und Thomas Weber (SVP) zeigen sich im 2. Wahlgang wenig angriffig. Und das dürfte auch so bleiben. Einen möglichen Grund für den Stillstand nennt der Internet-Blogger Manfred Messmer: «Es herrscht eine Verunsicherung, weil beide Kandidaten in der Mitte politisieren.» Eine Auseinandersetzung sei gar nicht möglich, weil die extremen Positionen fehlten.

Umgängliche Kandidaten

Dem sei nicht so, kontern beide Kandidaten. Er sei schlicht eine kooperative Person und interessiere sich als Mediator für Kompromisse, erklärt Thomas Weber den freundlichen Umgangston. Und auch Eric Nussbaumer betont, dass es nicht seiner Art entspreche, zu «gifteln».

Nichts zu vertuschen

Es sei auch nicht so, dass sie extreme rechte oder linke Positionen absichtlich aus dem Wahlkampf ausklammern würden. «Ich habe nicht zu vertuschen», sagt Eric Nussbaumer. Es sei nur schon alles gesagt worden im 1. Wahlgang. Und Thomas Weber betont, dass es auf die Perspektive ankomme. «Es geht um ein Exekutiv-Amt in dem Kollegialität gefordert wird». Es gehe deshalb nicht nur um seine eigene Person.

Dass die beiden Kandidaten sich noch heftige Debatten liefern oder einer der beiden in ein Fettnäpfchen tritt, dürfte also unwahrscheinlich sein. Es wird weiterhin einen ruhigen 2. Wahlgang geben.