Zum Inhalt springen

Basel Baselland Krankenkassenprämien steigen stark im Baselbiet

Die Krankenkassenprämien steigen im nächsten Jahr um durchschnittlich 4.5 Prozent. Deutlich stärker steigen die Prämien im Baselbiet, nämlich um 5.8 Prozent. Nicht mehr ganz so stark stiegen die Prämien in Basel-Stadt, allerdings bleiben die Prämien in Basel-Stadt am teuersten.

Krakenschwester macht Bett zurecht im Spital
Legende: Trotz gemeinsamer Spitalplanung: keine Entlastung bei den Krankenassenprämien in den beiden Basel. Keystone

Die Krankenkassen-Prämien für Erwachsene steigen im nächsten Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent.

Mit 5.8 Prozent steigen die Prämien im Baselbiet besonders stark. Das sind umgerechnet 26.72 Franken bei Erwachsenen und dies wiederum ist der drittstärkste Anstieg aller Kantone. Nur im Kanton Genf und Jura steigen die Prämien absolut gemessen noch stärker an. Mit 488 Franken pro Monat hat Baselland inzwischen die fünfthöchsten Prämien aller Kantone.

Am teuersten ist nach wie vor Basel-Stadt mit einer Durchschnittsprämie von 567 Franken pro Monat. Auch hier steigen die Prämien, allerdings nicht mehr ganz so stark wie im Baselbiet, nämlich um vier Prozent.

Stadt und Land gleichen sich einander an

Mit dem kommenden Prämienschub nähert sich das Baselbiet also den Prämien des Stadtkantons an. Dies habe damit zu tun, dass sich die Bevölkerung von Stadt und Land einander angleiche - und deshalb auch ähnliche Verhaltensweisen aufweise, sagt Stefan Felder, Gesundheitsökonom an der Universität Basel. So gingen die Menschen in Baselland mittlerweile ebenfalls häufiger ins Spital oder zum Arzt, wie dies die baselstädtische Bevölkerung bereits seit Längerem tue.

Die geplante Fusion des Kantonsspitals Baselland und des Universitätsspital Basel, von denen sich die beiden Gesundheitsdirektoren Thomas Weber (BL) und Lukas Engelberger (BS) zwar keine sinkenden Krankenkassenprämien, aber dennoch sinkende Gesundheitskosten versprechen, hätten tatsächlich nur einen geringen Einfluss auf die Prämien, sagt auch Felder. Dennoch kritisiert er, dass dass Bruderholzspital Teil dieser Fusionspläne ist und dort Reha-Betten bleiben sollen. Dies würde nicht zur Kostendämpfung beitragen.

Umgerechnet zahlt jetzt eine vierköpfige Familie im Schnitt im Kanton Baselland neu 14'512 Franken Krankenkassenprämien, in Basel-Stadt 16'874 Franken.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alex Schneider (Alex Schneider)
    Krankenkassen-Wechsel wird empfohlen: Blödsinnig und teuer Mit einer Einheitskasse bei der Grundversicherung hätte dieser kostspielige Blödsinn des ständigen Kassenwechsels zu billigeren Kassen verhindert werden können. Die Kassen-Lobbyisten haben uns das eingebrockt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Nico Basler (Bebbi)
    Und wenn das UNI-Spital nach Verursacher kostenwahr abrechnen würde müssten die Prämien in BL um 10% steigen und in BS um 3 - 5 % sinken. Das Spitaldebakel in BL steht erst noch an, dann wenn die Stimmbürger in BS den einseitigen Spitalvertrag ablehnen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen