Kunst und Skandal: Gustave Courbet in der Fondation Beyeler

Der französische Künstler Gustave Courbet kombinierte gekonnt Kunst und Skandal. Die Fondation Beyeler in Riehen zeigt 50 seiner wichtigsten Werke.

Eine Frau vor Gustave Courbets Gemaelde «L'Origine du monde».

Bildlegende: Eine Frau vor Gustave Courbets Gemaelde «L'Origine du monde». Keystone

Die Ausstellung über Gustave Courbet beinhaltet Bilder aus dem 19. Jahrhundert. Jedoch sind die Bilder alles andere als verstaubt. Es ist gar ein echter Aufreger dabei: Das Bild «l'Origine du monde». Ein Bild, das eine Vagina zeigt. Das Bild sei nicht pornografisch, aber es reize die Grenzen aus, so der Kurator der Ausstellung, Ulf Küster. «Es geht um die Frage, was kann Kunst, oder was kann Kunst nicht.» Das betreffende Bild könne nämlich nicht all das zeigen, was man denke. Erotik, Macht, Sexismus seien Assoziationen, aber im Bild nicht abgebildet.

Gustave Courbet habe nicht nur mit Aktbildern empört, auch seine Landschaftsbilder, die eigentlich harmlos scheinen, sorgten im 19. Jahrhundert für Aufregung. Dies, weil Gustave Courbet eine dreckige Malweise angewandt habe. So malte er einen Felsen anhand einer dicken Schicht gelber Farbe, die den Felsen nicht abbildet, sondern nur suggertiert.