Längere Öffnungszeiten am Samstag: Ein Augenschein

Am 3. März wird darüber abgestimmt, ob Läden am Samstag zwei Stunden länger, also bis 20 Uhr, geöffnet sein sollen. Doch kauft zu dieser Uhrzeit überhaupt noch jemand ein? Müssen die Kunden regelrecht aus den Warenhäusern geworfen werden? Oder herrscht gähnende Leere?

Schaufenster mit Kleber der für ein Ja zum Grossratsbeschluss für längere Öffnungszeiten am Samstag wirbt.

Bildlegende: Die Geschäfte werben für ein Ja für längere Öffnungszeiten am Samstag. Doch wollen dies auch die Kunden? SRF

Das Regionaljournal hat der Stadt den Puls gefühlt und sich an einem Samstagabend unter die Einkaufenden gemischt. In den Strassen im Gross- und Kleinbasel herrschte auch kurz vor 18 Uhr noch sehr reger Betrieb, ebenso in den Läden. «Wir müssen die Leute davon abhalten, dass sie noch in den Laden hinein kommen», erklärt ein Mitarbeiter der Manor, während er eintretende Kunden freundlich zurückweist. «Zudem stellen wir die Rolltreppen ab und dimmen das Licht, um der Kundschaft zu signalisieren, dass wir schliessen wollen.» Es wäre wirtschaftlich gut, wenn der Laden noch offen bleiben könnte, so der Mitarbeiter.

« Die Leute lungern nur herum »

Ganz anders wird die Situation vom Ladenpersonal beurteilt. «Nach 17 Uhr verkaufen wir kaum noch etwas. Die Leute strömen Richtung Ausgang oder lungern noch ein bisschen herum», meint eine Verkäuferin. Sie sehe nicht ein, weshalb sie sich noch zwei Stunden länger die Beine in den Bauch stehen solle.

Solidarität bei der Kundschaft

Unter den Einkaufenden wurde immer wieder die gleiche Antwort gegeben auf die Frage, ob längere Ladenöffnungszeiten sinnvoll wären: Es wäre zwar nett, länger einkaufen zu können, jedoch wolle man dies dem Ladenpersonal nicht zumuten.