Augusta Raurica Landrat spricht 20 Millionen für neues Sammlungszentrum

Die erste Bauetappe eines neuen Sammlungszentrums für die Römerstadt Augusta Raurica kann realisiert werden. Einzig die SVP sprach sich gegen den Kredit aus.

Gipsmodell des Sammlungszentrums

Bildlegende: Ein Entwurf, wie das neue Sammlungszentrum aussehen könnte. ZVG

Der Landrat hat am Donnerstag einen Baukredit von rund 19,3 Millionen Franken mit 57 zu 21 Stimmen bei fünf Enthaltungen bewilligt.

Projekt für SVP zu teuer

Gegen den Kredit sprach sich die SVP aus. Der Bau sei zu teuer, so die Kritik. «Wenn ich den Leuten erzähle, wie teuer das ist, fragen sie mich: Sind die eigentlich wahnsinnig?», so SVP-Landrat Hanspeter Weibel.

Befürworter hielten dagegen, dass endlich gehandelt werden müsse. Ausserdem habe das Stimmvolk dem Projektierungskredit bereits deutlich zugestimmt. «Gerade die SVP legt immer grossen Wert auf Volksentscheide», so SP-Landrat Martin Rüegg. «Darum bitte ich sie, diesen Entscheid jetzt auch zu akzeptieren.»

Der Antrag der SVP, das Geschäft an die Bau- und Planungskommission zurückzuweisen, lehnte der Landrat mit 52 zu 30 Stimmen ab.

Im neuen Sammlungszentrum sollen die Arbeitsplätze rund um den Schutz und die Betreuung von Augusta Raurica zusammengeführt werden. Derzeit sind rund 60 Mitarbeitende für die Römerstadt tätig. Ihre Arbeitsplätze sind auf acht Gebäude verteilt, teils in Baracken, alten Bauernhöfen und Provisorien, einzelne nicht einmal regendicht.