Landrat tut sich schwer mit integrativer Schule

Der Landrat debattierte über die Umsetzung der integrativen Schule. Drei Punkte waren dabei umstritten. Am Ende wies er die Vorlage an die Regierung zurück. Zurück blieb ein enttäuschter Bildungsdirektor Urs Wüthrich.

 Betagtes Kind auf Schaukelringen in Turnhalle

Bildlegende: Der Landrat debattierte über die integrative Schule. Keystone

Möglichst viele Kinder sollen in eine Regelklasse integriert werden. Das Volk will das so, denn vor vier Jahren hat es Ja gesagt zum Konkordat, das die Sonderpädagogik regelt. Bei der Umsetzung des Konkordats hapert es noch.

Der Landrat hat heute lange und kontrovers darüber diskutiert. Umstritten sind vor allem drei Punkte:

  1. Wie gross ist der Einfluss der Eltern beim Entscheid?
  2. Was passiert, wenn die integrative Schule scheitert?
  3. Wie gross ist das Kontingent?

Die Debatte im Landrat war vor allem deshalb schwierig, weil viele Landrätinnen und Landräte entweder Lehrpersonen oder Eltern sind. Jede und jeder fühlt sich bei diesem Thema als Experte. Am Ende wies der Landrat die Vorlage an die Regierung zurück - ganz zum Missfallen vom zuständigen Bildungsdirektor Urs Wüthrich. Dieser überlegte sich sogar, ob er seinen, bereits angekündigten Rücktritt, vorverschieben solle.