Landratspresifest: Politisches Wogenglätten bei Weisswein

Die Partnerschaft zwischen den beiden Basel scheint auf einen neuen Tiefpunkt gesunken zu sein. Grund ist die Verknüpfung von Spitalzusammenarbeit und Univertrag durch Basel-Stadt. Auch am Fest für den neuen Landratspräsidenten Franz Meyer war die schwierige Partnerschaft ein Thema.

Landratsfest

Bildlegende: Die Fest-Besucherinnen und -Besucher suchten den Schatten. SRF/Matieu Klee

Am Landrastpräsidentenfest in Grellingen waren auch Basler Politikerinnen und Politiker eingeladen. Trotz des geselligen Rahmens habe es den einen oder anderen Seitenhieb gegeben, sagt ein prominenter Gast aus der Stadt, der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr: «Was sich neckt, das liebt sich. Es gibt sicher den einen oder anderen Spruch.» Aber im Grossen und Ganzen sei die Stimmung freundschaftlich.

Regierungsrat Baschi Dürr gibt ein Interview.

Bildlegende: Den einen oder anderen Spruch gibt es schon zu hören, sagt der Basler Regierungsrat Baschi Dürr am Landratsfest. SRF/Matieu Klee

Die lockere Atmosphäre nutzen auch Politikerinnen und Politiker aus der Landschaft: Die Baselbieter CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter spricht die schwierige Partnerschaft mit Charme an: «Ich gehe schon mal auf Städter zu und bitte sie, sie sollen den Fuss etwas vom Gas nehmen.» Der städtische Regierungspräsident Guy Morin meinte, es gehöre zur Politik dazu, «dass es auch mal deftig und hart um die Sache gehen kann. Streiten ist Teil der Lösungsfindung.»

«  Was sich neckt, das liebt sich.  »

Baschi Dürr
Regierungsrat Basel-Stadt

Andere versuchen die Wogen bei einem Glas Weisswein zu glätten. Die versammelten Politikerinnen und Politiker geben sich versöhnlich - man will die Feststimmung nicht verderben. Trotzdem konnte man in Grellingen die eine oder andere hitzige Diskussion zwischen Vertretern von Basel-Stadt und Baselland beobachten.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)