Laufentaler wehren sich für ihre Quellen

Ein Komitee im Laufental wehrt sich gegen Pläne der Baselbieter Regierung. Diese will in den Gemeinden Zwingen und Blauen eine Deponie einrichten. Dadurch müssten zwei Wasserquellen aufgegeben werden. Vor der Landratsdebatte wird nun gegen diese Pläne Front gemacht.

Ein Transparent mit der Aufschrift «Quellen retten»

Bildlegende: Mit einer Kampagne wehren sich zwei Gemeinden im Laufental für ihre Quellen. Foto SRF

Mit einer grossen Plakat- und Transparent-Aktion wehrt sich das Komitee «Depo-NIE im Quellgebiet» gegen Pläne der Baselbieter Regierung. Diese will die Quellen Pfandel und Bernhardsmätteli auf dem Gebiet der Laufentaler Gemeinden Blauen und Zwingen stilllegen. Dies, um dort eine Deponie für Bauschutt errichten zu können.

Das Komitee betonte an einer Medienkonferenz, ihr Protest richte sich nicht gegen die Deponie an sich, sondern gegen die Stilllegung der Quelle. In Zeiten schwindender Ressourcen sei es unsinnig, solche Wasserquellen aufzugeben, sagte Peter Hueber vom Komitee. «Wir kämpfen hier für die kommende Generation», sagt Hueber. Dass die Quelle gebraucht werde, habe sich auch im letzten Sommer gezeigt, als viele Gemeinden wegen der grossen Hitze unter Wasserknappheit litten.

Hueber schlägt stattdessen einen anderen Standort vor, der zwischen Zwingen und Nenzlingen liegt. Dort könnte man allerdings nur eine viel kleinere Deponie errichten, die dann weniger lang gebraucht werden kann.

Petition wurde von mehr als 600 Personen unterschrieben

Im Vorfeld der Medienkonferenz hatten 611 Personen eine Petition der Gemeinde und Burgerkorporation Zwingen unterschrieben, welche sich für den Erhalt der beiden Quellen einsetzt. Diese Aktion wird nun auch von Blauen unterstützt.

Der Landrat soll am 14. April über die Angelegenheit entscheiden. Gegen den Entscheid des Parlamentes könnte auch das Referendum ergriffen werden. Davon möchte das Komitee denn auch Gebrauch machen, sollte sich der Landrat für die ursprüngliche Variante entscheiden.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)