«Lazy Baby» - glückliche Notlandung in Aesch

Vor 70 Jahren musste ein US-amerikanischer Bomber in Aesch notlanden. Die «Lazy Baby», so hiess die Maschine, wurde damals bei einem Luftangriff während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen schwer beschädigt. Zum runden Jubiläum dachte Aesch an die spezielle Geschichte.

Die Geschichte scheint die Menschen in der Region noch immer zu bewegen. An die Feier auf dem Feld in der Nähe des Schlatthofs in Aesch, sind rund 300 Leute gekommen. Mit einer Kranzniederlegung vor dem Gedenkstein, mit militärischer Musik und in historischen Uniformen, dachte man an die glückliche Bruchlandung des US-amerikanischen Bombers mit dem Spitznamen «Lazy Baby».

Im Oktober 1943 hatten die Alliierten während des Zweiten Weltkriegs mit Flugzeugen eine Kugellagerfabrik in Schweinfurt in Deutschland angegriffen. Der Angriff war erfolglos und die Alliierten mussten hohe Verluste hinnehmen. Darunter auch der Bomber, der später in Aesch notlandete.

Die Bruchlandung ging glücklich aus

In Schweinfurt wurde das Flugzeug hart von der Deutschen Luftabwehr getroffen. Mit Mühe und Not konnte die Besatzung die «Lazy Baby» in die Schweiz steuern, wo es auf dem offenen Feld in Aesch zur glücklichen Bruchlandung kam. Glücklich darum, weil sich die Crew aus dem feindlichen Deutschland retten konnte: «Das werde ich nie vergessen», sagt Bob Cinibulk gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Der heute 92-jährige US-Amerikaner war Teil der Besatzung des Bombers und überglücklich den Deutschen entkommen zu sein: «Die Schweizer behandelten uns sehr gut. Falls ich die USA einmal verlassen müsste, würde ich zuerst in die Schweiz kommen.» Von der 10-köpfigen Besatzung überlebten alle, bis auf einen Mann. Dieser wurde von einem deutschen Geschütz lebensbedrohlich getroffen und erlag seinen Verletzungen in einem Basler Spital.