Lehrer fürchten Abbau des Musikunterrichts

Im Zuge von Harmos soll an den Sekundarschulen in den beiden Basel weniger Musik unterrichtet werden. Dagegen wehren sich jetzt Lehrkräfte in beiden Kantonen.

Ein schwarzer Lehrer bringt ein paar Mädchen das Bongo-Spielen bei.

Bildlegende: Bei vielen Kindern beliebt: Musikunterricht in der Schule. Keystone

Die Harmonisierung des Schulsystems an den Volksschulen, kurz Harmos, bringt viele Veränderungen. Der grosse Umbau weckt allerdings Ängste bei der Lehrerschaft. So machen sich Musiklehrer beider Basel grosse Sorgen, dass Harmos zu einem Abbau bei den musischen Fächern führen könnte.

Besonders betroffen sei die Sekundarstufe I. Dort sollen Musik und das Fach Bildnerisches Gestalten nur noch Wahlpflichtfächer sein und «abgewählt» werden können. Denn neu müssen die Schülerinnen und Schüler als obligatorisches Wahlpflichtfach das Fach «Mathematik, Informatik, Natur und Technik», kurz MINT, oder das Sprachfach Latein LINGUA wählen.

Dadurch gehe die Kontinuität bei den musischen Fächern verloren, kritisierten Musiklehrer anlässlich einer Podiumsdiskussion im Basler Volkshaus. Jetzt soll eine Arbeitsgruppe im Basler Erziehungsdepartement nach Lösungen für dieses Problem suchen.