Zum Inhalt springen

Jugendliche und Alkohol Liestal setzt auf neues Mittel im Kampf gegen Alkoholmissbrauch

An der Fasnacht wird gerne und auch viel Alkohol getrunken. Das gilt auch für Minderjährige - obwohl sie das in vielen Fällen noch nicht dürfen. Liestal will diesen Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen jetzt mit farbigen Armbändern bekämpfen.

Jemand zapft ein Bier
Legende: Währen der Fasnacht sollen Jugendliche nicht mehr so einfach an Alkohol kommen. Colourbox

Die Regel ist einfach: Die Armbänder zeigen das Alter der Jugendlichen auf einen Blick. Mit einem gelben Armband können Jugenliche zeigen, dass sie mindestens 16 Jahre alt sind. Sie dürfen Bier sowie Wein trinken. Alle über 18-Jährigen können mit einem blauen Armband auch härteren Alkohol konsumieren.

Kaum Alterskontrollen an der Fasnacht

Der Alkoholmissbrauch sei während der Fasnacht erschreckend hoch, sagt Regula Nebiker, Stadträtin von Liestal. Testkäufe hätten letztes Jahr gezeigt, dass Alkohol an beinahe alle Jugendliche ausgeschenkt wird. «Kein Wirt oder Standbetreiber hat einen Test-Jugendlichen nach dem Ausweis gefragt», so Nebiker. Das System mit den Armbändern soll nun Abhilfe schaffen.

Teuer und wenig Nutzen

Beat Gränicher, SVP-Einwohnerrat von Liestal, zweifelt an diesem System. Er führt während der Fasnacht selbst einen Stand und schenkt auch Alkohol aus. Seine Erfahrungen würden zeigen, mit diesen Armbändern bekäme man das Problem nicht in den Griff: «Wenn jemand bei mir zehn Bier bestellt, kann ich nicht überprüfen, ob diese auch an Minderjährige weitergegeben werden.» Für Gränicher ist deshalb klar, ausser grossem Aufwand bringe das System wenig.

Die Aktion kostet rund 7'000 Franken und wird durch Bund, Kanton und die Stadt Liestal finanziert. Auch Nebiker räumt ein, dass die Armbänder kein Garant gegen Alkoholmissbrauch seien. «Aber die Bänder machen auch deutlich, dass auch während der Fasnacht das Gesetz gilt.»

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.