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Ladensterben Liestal will mit sanierter Einkaufsstrasse Kunden zurückholen

Seit Jahrzehnten wird in Liestal über die Aufwertung der zentralen Einkaufsmeile, der Rathausstrasse, diskutiert. Am Montag fuhren die Baumaschinen auf und begannen damit, die Strasse umzubauen. Ob damit das Ladensterben gebremst werden kann, ist umstritten.

Baumaschinen stehen in einer Strasse.
Legende: Am Montag fuhren in Liestal die Bagger auf. Der Umbau dauert rund neun Monate. SRF/Matieu Klee

Rund dreissig Jahre stritt man sich in Liestal darüber, wie die Rathausstrasse umgebaut werden soll. Dass das Städtchen nun für gut vier Millionen Franken die Durchgangsstrasse in eine Begegnungszone umbaut, hängt auch mit dem grossen Leidensdruck der Läden zusammen. Viele haben in den letzten Jahren Umsatz eingebüsst und einige mussten schliessen. Der Einkaufstourismus und auch der Onlinehandel bereiten den Läden Sorgen.

Zweifel an autofreier Einkaufsstrasse

Auch wenn die meisten Ladenbesitzer eine Begegnungszone begrüssen, bezweifeln auch einige Gewerbetreibende, dass diese Massnahme dem Ladensterben ein Ende setzen kann. Martin Spiess, Vizepräsident des Gewerbeverbandes KMU Liestal, glaubt nicht daran, dass die Aufwertung die Wende bringt: «Wir können die Kunden nicht erziehen. Niemand will sich vorschreiben lassen, wo und wie man einkaufen soll.» Das bedeute zum Beispiel auch, dass man möglichst nahe an der Altstadt günstige Parkplätze anbieten muss, sagt Spiess. Nur so verliere man keine Kundinnen und Kunden, respektive hole die Leute nach Liestal zurück.

Liestal will attraktives Gesamtpaket schaffen

Anderer Meinung ist der Grüne Stadtpräsident Lukas Ott. Liestal müsse dafür sorgen, dass das Gesamtpaket für die Kundinnen und Kunden attraktiv sei. «Wir müssen unser Städtchen aufwerten. Dann spielt es auch keine Rolle, wenn man für einen Parkplatz ein paar Franken zahlen muss», so Ott. Schliesslich sei die Rathausstrasse die wichtigste Einkaufsstrasse im oberen Baselbiet.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

Der Umbau der Rathausstrasse

Die Einkaufsstrasse wird während neun Monaten saniert. Sie sie soll rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft fertig sein. Der Umbau kostet knapp vier Millionen Franken.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Michael Dendemann (Michael Dendemann)
    Zeiten und damit auch Bedürfnisse ändern sich das ist ein Fakt. Kostenpflichtige Parkplätze holen ganz sicher nicht Konsumenten zurück. Konsumenten, die sich praktisch alles günstig frei Haus liefern lassen können. Zudem sind im grenznahen Ausland meistens genügend Parkplätze vorhanden und zwar erst noch kostenlos. Vielleicht sollte man wirklich die (teilweise künstlich) überhöhten Preise in der Schweiz einmal überdenken.
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