Liestaler Fasnächtler trotzen dem Regen

Das nasse Wetter konnte den Fasnächtlern in der Baselbieter Kantonshauptstadt nichts anhaben. Über 1000 Aktive organisiert in 76 Gruppen nahmen am Umzug teil. Ausgespielt wurden viele politische Themen, die sich auf die Politik in den Gemeinden bezogen.

Während 58 Jahren verkaufte Lislotte Lüthi Maroni in Liestal. Nun ist Schluss. Der Bruch dieser Tradition, der mit einem Ladensterben im Stedtli einhergeht, ist Sujet der diesjährigen Fasnacht in Liestal.

Viele der Themen, die von den einezelnen Gruppen ausgespielt werden, orientieren sich an der lokalen Politik. Dabei ist das Geschehen in den Gemeinden wichtiger als was im Kanton passiert. Die maroden Kantonsfinanzen sind zwar Thema, doch werden sie nur von wenigen Gruppen aufs Korn genommen.

Themen sind eine neue Mehrzweckhalle in Bubendorf, der Umbau der Dorfschule in Lupsigen oder auch die mögliche Spurverbreiterung des Waldenburgerlis. Auch das Geschenk der Baselbieter Kantonalbank, ein Baumwipfelpfad, der nun nicht gebaut wird, sind Sujets.

Mit dem Sujet «Heissi Marroni - Ade» liegt die Fasnacht in Liestal thematisch nahe bei der Basler Fasnacht. OK Präsident Ruedi Schafroth ist nicht erstaunt. Politisch lägen die beiden Kantone zwar weit auseinander, gesellschaftlich aber nicht. «Was die Menschen oberhalb der Hülftenschanze beschäftigt ist oft das gleiche wie in der Stadt Basel.»

Chienbäse: Kein Sturm angesagt

Eine Sturmwarnung am Samstag erschreckte die Organisatoren des Chienbäse- Umzugs. Nun kann aber Entwarnung gegeben werden. Aller Voraussicht nach kann der Chienbäse am Sonntagabend in gewohntem Rahmen stattfinden - dies trotz schlechtem Wetter.

Das Fasnachtskommitee entscheidet jedes Jahr ganz kurzfristig. Es steht in direktem Kontakt mit dem Flughafen und hat daher sehr exakte Wetterprognosen. Diese Prognosen beziehen sich auch auf die unmittelbar folgenden Stunden. So wäre eine Verschiebung von einer halben Stunde ebenfalls möglich oder eine Beschränkung des Umzuges auf nur die Besen.