Linke wollen fünften Sitz in der Basler Regierung

Bisher hatten die linken Parteien vier Sitze in der Regierung. Nun wollen sie nicht nur die Sitzzahl verteidigen, sondern einen Sitz dazu gewinnen, wie die Parteipräsidentinnen den Medien erklärten.

Sitzungszimmer mit Sitzungstisch im Rathaus.

Bildlegende: Linke wollen fünf Stühle im Regierungsratssaal besetzen. Juri Weiss

«Basel soll linker werden» und darum würden sie eine eigene Kandidatur in den Regierungswahlkampf schicken, erklärte BastA!-Co-Präsidentin Tonia Zürcher. In der Regierung könne man mehr bewirken als im Grossen Rat.

Mit dieser Kandidatur tritt die Partei BastA! in direkte Konkurrenz zu ihrem linken Bündnispartner, den Grünen Basel-Stadt. Elisabeth Ackermann, Co-Präsidentin der Grünen, sieht es positiv: «Wir gewinnen so an politischer Breite.» Sie hoffe, dass auch Leute wählen gehen, die sonst der Urne fernbleiben.

Machtanspruch der Linken

SP, Grüne und BastA! stellen also fünf Kandidaten auf für die sieben Sitze im Regierungsrat. Damit würden den bürgerlichen Parteien nur noch zwei Sitze bleiben. Dieser Machtanspruch sei kein Problem, meint Tonia Zürcher. Denn Parteipolitik spiele in der Regierung eine untergeordnete Rolle. In anderen Städten, wie zum Beispiel Zürich, sei das Verhältnis zwischen Linken und Bürgerlichen auch nicht ausgewogen und das funktioniere sehr gut.

Das Ziel der linken Parteien sei es, Stärke und Einigkeit im Wahlkampf zu zeigen. Denn dieser sei «kein Spaziergang», betont Brigitte Hollinger, Präsidentin der SP Basel-Stadt. Es sei wichtig zusammenzustehen, um die linke Mehrheit in der Regierung zu verteidigen, sagt sie.

BastA! und Grüne nominieren ihren Kandidaten im März. Dann beschliessen die linken Parteien auch wer für das Regierungspräsidium antritt.