Linke wollen Kaderlöhne bei Basler Kantonalbank senken

Nach Vorbild etwa des Kantons Glarus sollen in Basel-Stadt die BKB-Manager weniger verdienen.

BKB-CEO Guy Lachapelle und Bankratspräsident Andreas Albrecht an einer Medienkonferenz

Bildlegende: CEO Guy Lachapelle und Bankratspräsident Andreas Albrecht verdienen nach Ansicht der Linken zu viel Keystone

Linke Parteien in Basel-Stadt wollen bei der Basler Kantonalbank BKB die Managerlöhne kürzen. In einem gemeinsamen Vorstoss verlangen SP und Grünes Bündnis im Grossen Rat, dass die höchsten Löhne maximal 12 mal grösser sein dürfen als die tiefsten Löhne.

SP-Grossrätin Sarah Wyss begründet das Einreichen des Vorstosses zu diesem Zeitpunkt, die Forderung sei hochaktuell: Managerlöhne würden heftig diskutiert. Gerade die BKB als staatsnahe Bank solle Vorbild sein und menschlich nachvollziehbare Löhne zahlen.

Basel-Stadt wäre nicht der einzige Kanton, der die Kaderlöhne seiner Kantonalbank begrenzt. Glarus beschloss im Januar eine Lohnbandbreite von 1:10 und im Aargau wurde der Lohn des Kantonalbank-CEO gekürzt.

Anders als in anderen Kantonen können die Linken jedoch nicht mit bürgerlicher Unterstützung für ihre Forderung rechnen. In Aargau und Glarus setzte sich die SVP für die Beschränkung der Managerlöhne ein, in Basel-Stadt sagt SVP-Chef Sebastian Frehner jedoch: «Es ist nicht sinnvoll, bei den Kadermitarbeitern zu sparen. Wenn sie Fehler machen, dann muss dies am Schluss nämlich der Steuerzahler berappen.»