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Basel Baselland Martina Bernasconi bläst im Basler Wahlkampf zum Angriff

Im zweiten Wahlgang um den freien Sitz in der Basler Regierung kommt es zum Duell Martina Bernasconi (GLP) gegen Lukas Engelberger (CVP). Die Aussenseiterin setzt dabei auf laute Töne: Sie wolle ihren Konkurrenten in den kommenden Wochen «entlarven», kündigt sie an.

Martina Bernasconi und Lukas Engelberger
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Martina Bernasconi startet mit einem Rückstand auf Lukas Engelberger in den zweiten Wahlgang. Sie erzielte im ersten Umgang rund 2800 Stimmen weniger - und sie muss daher bis zum Wahltag am 22. Juni zulegen.

Ihre Taktik für den zweiten Wahlgang lautet: Angriff. Sie sagt gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: «Ich möchte meinen Konkurrenten entlarven.» Entlarven - damit meint Martina Bernasconi, dass sie im Wahlkampf aufzeigen möchte, was für ein Politiker Lukas Engelberger sei. Nämlich: konservativ und schwammig.

Die Vorwürfe prallen ab

Martina Bernasconi wirft Lukas Engelberger beispielsweise vor, er drücke sich vor konkreten politischen Aussagen im Wahlkampf. «Er sagt zu allen Themen: Ich kann mich erst dazu äussern, wenn ich im Regierungsrat bin.» Das gelte zum Beispiel für die Osttangente. Da habe sich bislang Lukas Engelberger nicht festlegen wollen, ob man die Autobahn oberirdisch oder unterirdisch ausbauen solle.

All diese Vorwürfe lässt Lukas Engelberger an sich abprallen. «Ich gebe sehr wohl Antworten auf konkrete Fragen», sagt er. Bei der Osttangente sei es jedoch nicht sinnvoll, sich nun für eine Variante auszusprechen. «Die Planung ist am Laufen beim zuständigen Bundesamt. Wenn ich dessen konkrete Vorschläge dann sehe, dann kann ich als Kandidat auch Stellung nehmen dazu - vorher aber nicht.»

Angriff oder Konsens?

Dieser kleine Schlagabtausch gibt einen Vorgeschmack, wie der Wahlkampf verlaufen könnte. Eine angriffige Martina Bernasconi und ein Lukas Engelberger, der sich gelassen gibt. Er selber will seine Konkurrentin nicht gross angreifen im Wahlkampf. «Das liegt nicht in meinem Naturell, ich bin eher konsensorientiert», sagt er - und kann sich dann einen Seitenhieb aber doch nicht verkneifen. «Gerade weil ich eher konsensorientiert bin, bin ich die geeignetere Person für den Regierungsrat als Martina Bernasconi.»