Mehr Geld für regionalen Film - trotz Baselbieter Sparmassnahmen

Im Kanton Baselland haben es Kunst-Schaffende derzeit schwer. Die Regierung macht beim Sparen auch bei der Kultur nicht halt. Ein kleiner Lichtblick ist hier aber die Filmförderung. In diesem Bereich bekennt sich Liestal nämlich zu einer längerfristigen Zusammenarbeit, allerdings auf tiefem Niveau.

Die Basler Filmszene führte lange ein Schattendasein. Viele Filmschaffende sind darum nach Zürich abgewandert. Das könnte sich jetzt ändern: Aktuell herrsche eine gewisse Euphorie, sagt Philipp Cueni, Präsident des Vereins Balimage, der für den Basler Film lobbyiert: «Es gibt sogar eine Aufbruchsstimmung.»

Grund für diese euphorische Stimmung sind die neuen Rahmenbedingungen für Filmproduktionen in den beiden Basel: Kommt in den Aufnahmen die Region vor, gibt es für den Film finanzielle Unterstützung. Dies ist unter dem Stichwort Regionaleffekt bekannt. «Wir erwarten Filme, die in irgendeiner Form etwas mit der Region zu tun haben», sagt Bernadette Hauert, ad Interim Leiterin der Abteilung Kultur beim Kanton Basellandschaft.

Baselland als Juniorpartner

Letztlich geht es um Geld: Ab 2016 unterstützen die beiden Basel die Filmindustrie mit jährlich insgesamt 2.7 Millionen Franken. Dieser Betrag sei bis 2018 gesichert. Das entspricht mehr als dem Fünffachen des bisherigen Betrags. Allerdings: Der Landkanton bezahlt an das gemeinsame Budget nur rund 300'000 Franken. Basel-Stadt bezahlt 900'000 Franken, der Rest speist sich aus Swisslos-Beiträgen der beiden Kantone. Wichtig ist aber: der Landkanton will seinen Beitrag auch über 2018 hinaus bezahlen. Denn: «Die Filmindustrie muss langfristig planen können», sagt Bernadette Hauert.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)