Gesundheitswesen Mehr Patienten lassen sich in Basler Privatspitälern behandeln

Die acht Basler Privatspitäler haben im vergangenen Jahr 27'253 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Das ist ein Plus von 4,5%. Vor allem die auswärtigen Patienten tragen zum Wachstum bei. Bei den Basler und Baslerinnen aber gehen die Pflegetage in den Privatspitälern zurück.

Blick von Aussen auf das Claraspital. Man sieht den Eingangsbereich

Bildlegende: Das Claraspital ist das grösste Basler Privatspital Juri Weiss

Die Basler Privatspitäler sind als Akutspitäler bekannt und beliebt. Immer mehr Patienten und Patientinnen lassen sich dort behandeln.

Interessant ist die Auswertung der Zahlen nach Herkunft der Patienten und Patientinnen. Es sind vor allem Leute aus dem Baselbiet und der anderen umliegenden Kantone, sowie aus dem nahen Ausland, die sich vermehrt in den Basler Privatspitälern behandeln lassen wollen.

Betrachtet man nämlich nicht nur die Anzahl Patienten, sondern auch, wie lange die Kranken im Spital bleiben (Pflegetage), dann zeigt sich, dass die Zahlen der Basler Patienten rückläufig sind.

Die konkreten Zahlen: Anzahl Pflegetagen von Patienten aus dem Kanton Basel-Stadt:

  • 2015: 129'907 Pflegetage
  • 2016: 127'535 Pflegetage

Von diesem Rückgang der «einheimischen» Patienten ist auch das Claraspital betroffen, mit einem Minus von rund 2'500 Pflegetagen.

Die aktuelle Statistik erklärt den Rückgang der Basler Patienten und Patientinnen nicht. Rudolf Grüninger, Informationsbeauftragter der Basler Privatspitäler-Vereiniung, kann nur Vermutungen äussern: «Je nach Krankheit ziehen es die Basler Patienten vielleicht vor, eher ins Universitätsspital zu gehen.»

Acht Basler Privatspitäler

Der Vereinigung Privatspitäler gehören das Adullam Spital, das Bethesda Spital, die Klinik Sonnenhalde Riehen, die Merian Iselin Klinik, das Palliativzentrum Hildegard, das REHAB Basel, die Reha Chrischona und das St. Claraspital an.