Mehr Wettbewerb bei Plakatflächen in Basel

Die Bewirtschaftung der Plakatflächen auf öffentlichem Grund sollen künftig an mehrere Unternehmen vergeben werden. Der Kanton Basel-Stadt verspricht sich davon mehr Wettbewerb und dadurch tiefere Preise für die Werbekunden. Auch die Staatskasse soll profitieren.

Ein Plakateur wechselt ein Plakat.

Bildlegende: Die APG/SGA könnte in Zukunft Konkurrenz von Clear Channel erhalten. Keystone

Eingeführt werden soll das neue Regime auf Anfang 2018, schreibt das Bau- und Verkehrsdepartements (BVD). Die geltenden Plakatkonzessionen laufen im Dezember 2017 aus und werden darum neu ausgeschrieben.

Die rund 2000 geklebten Grossplakate in Basel, Riehen und Bettingen wurden bisher ausschliesslich von der Allgemeinen Plakatgesellschaft, der APG/SGA bewirtschaftet. Für die rund 2500 Kleinplakate sind jedoch schon heute zwei Firmen zuständig. Nun möchte der Kanton aber auch bei den Grossplakaten mindestens zwei verschiedene Anbieter berücksichtigen, um damit für mehr Wettbewerb zu sorgen. Dieses Vorgehen habe sich laut dem BVD in andern Städten bewährt.

Mehr Wettbewerb bei der Plakatierung hat gemäss der Mitteilung auch der Preisüberwacher gefordert. Dadurch sollen die Preise für die Werbekunden sinken und gleichzeitig die Konzessionserträge für den Kanton steigen.

Konkurrenz ist bereit

Wie viel die APG dem Kanton Basel-Stadt für ihre für einen Zeitraum von 14 Jahren abgeschlossene Konzession zahlt, will das BVD nicht konkret sagen. Es handle sich um einen jährlichen einstelligen Millionenbeitrag, war auf Anfrage lediglich zu erfahren.

Eine Konkurrentin, die schon in den Startlöchern steht, ist die deutsche Firma Clear Channel. Diese darf in Zürich beispielsweise bereits die Flächen in Tram und Bus bewirtschaften.

Vergeben werden die Konzessionen für jeweils zehn Jahre. Neben den traditionellen Werbeflächen werden in Basel im öffentlichen Raum neu auch digitale Plakatflächen und Leuchtdrehsäulen zugelassen.