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Metzgete in Basel-Land Öffentliches Schlachten in Sissach

Die öffentliche Metzgete in Sissach hat am Samstag schon in der Früh viele Interessierte angelockt, darunter auch Familien mit Kindern. Begleitet wurde die öffentliche Schlachtung aber auch von einem kleinen Demonstrationszug. Noch bevor das Schlachten begann, machten etwa ein Dutzend Tierschützer ihren Unmut kund. Mit Transparenten protestierten sie gegen das öffentliche Schlachten von Schweinen. Der Protest verlief friedlich.

Punkt acht Uhr begann dann im Inneren des Hofes der Metzgerei Häring das Schlachten. Mit einem Bolzenschuss hat Metzger Rolf Häring zwei Schweine zunächst betäubt und danach getötet. Dies geschah unter dem prüfenden Auge des kantonalen Amtstierarztes Hansjörg Degen.

Das Publikum schaut fasziniert zu

Schritt für Schritt erklärte Metzger Häring den vielen Schaulustigen seine Arbeit. Drei Kollegen halfen ihm und packten mit an. Die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer waren fasziniert. «Man soll wissen, woher das Fleisch kommt, das wir essen», sagten einige. Unter den Interessierten waren auch Familien mit Kindern. «Es war schon etwas brutal», meinte ein Mädchen, das sich das Spektakel nicht nehmen wollte. Fleisch esse sie aber gerne. Nicht alle konnten die Schlachtung sehen, denn zu viele Interessierte drängten sich um den Ort des Geschehens.

Im Vorfeld warf das öffentliche Schlachten in Sissach in der Presse hohe Wellen. Es wurde von einem Viehtreiben durch das Dorf berichtet. Ausgelöst wurde die Berichterstattung unter anderem vom ehemaligen Pfarrer des Dorfes. Er will am Montag als Protest gegen die Metzgete durchs Dorf ziehen und sich dabei selber geisseln.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

17 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Die einen wollen Erwachsene vor der Wahrheit bevormunden. Andere zwingen ihre unmuendigen Kinder dem Abschlachten zuzuschauen. Die Tierschuetzer wuerden lieber Busreisen fuer Erwachsene in Koscherschlachthoefe im Ausland organsieren, wo Schweinen ohne Beteubung die Kehle durchgeschnitten wird, worauf sie qualvoll ersticken muessen....
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    1. Antwort von Thomas Käppeli (thkaepp)
      Vorsicht Charles Dupond. Sie sprechen hier das Schächten an, trifft aber nicht auf Schweine zu. Die sind bei Juden und Muslimen absolut tabu und alles andere als Koscher oder Halal. Bin wie Sie, absolut gegen diese Tötungsart, weil ich sie in meinen Zeiten im Nahen und Mittleren Osten live an Schafen und Ziegen miterlebte. Ein hoch sensibles religiöses Thema, wo man schnell mundtot gemacht wird.
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    2. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      @Kaeppeli - Danke fuer die Fuellung der Bildungsluecke und Warnung. Sogar die sonst zu vorschnell zu vorlauten Tierschuetzer wurden gegen das Schaechten mundtot gemacht....
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  • Kommentar von Angela Nussbaumer (Angela N.)
    Ich erinnere mich an die Metzgete in meiner Kindheit. Ein Sohn des Bauern auf dem Weiler war Metzger und das Töten, Ausnehmen, Zerlegen ging in Ruhe vor sich. Auch das Schlachten der Güggeli, welche meine Mutter aufzog, war nichts Besonderes. Schon mit 5 Jahren verstand ich es, ein Huhn sauber zu rupfen, über einem Kessel heissen Wassers, in der Küche des alten Bauernhauses, in dem wir Mieter waren. Wer Fleisch essen will, kommt um den Tod nicht herum. Die Frage ist aber, WIEVIEL Fleisch.
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  • Kommentar von Rinaldo Alvares (Rino)
    Wohltuend, in einer Zeit, in der alles, was irgendwie unangenehm ist, tabuisiert und ignoriert wird. Der Tod wird ins Altersheim verbannt, das Fleisch bis zur Abstraktion in Portionen verpackt, die Erziehung den Schulen übertragen und Gott mit Psychiatern ersetzt.
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    1. Antwort von Andreas Jörg (Andreas Jörg)
      So ist es; und bitte trotzdem nicht zuviel Fleisch essen.
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