Miba mit etwas weniger Gewinn

Der Nordwestschweizer Milchverband Miba verbucht für 2012 einen Jahresgewinn von 161'000 Franken. Das sind 6'000 Franken weniger als im Vorjahr. Nach Jahren der Überproduktion war im letzten Jahr Milch plötzlich zeitweise knapp.

Sieben weisse Miba-Fahrzeuge stehen abfahrbereit vor einer Lagerhalle.

Bildlegende: Die Miba-Fahrzeuge konnten im vergangenen Jahr weniger Milch ausliefern als im Vorjahr. zVg

 Die Milchproduktion angeschlossener Bauernhöfe und Genossenschaften sank um 3,5 Prozent auf 249 Millionen Kilogramm. Als Hauptursachen nennt der am Dienstag publizierte Jahresbericht schlechte Raufutterqualität, deutlich gestiegene Kraftfutterkosten, tiefe Milchpreise sowie in den Freibergen Weideschäden durch Mäuse.

 Auf die Engpässe reagiert hat die Miba mit einer Umstellung auf eine flexiblere Mengensteuerung pro Monat. Auch bei der Biomilch sank die Miba-Produktionsmenge im Jurabogen leicht auf rund 13 Millionen Kilo - dies indes entgegen dem nationalen Trend.

Die Miba mit Sitz in Aesch BL vermarktet laut einer Sprecherin rund einen Achtel der Schweizer Molkereimilch. Grösste Milchabnehmer der MIBA blieben die ELSA Estavayer Lait und die Emmi Gruppe; daneben beliefert die MIBA unter anderem auch Hochdorf Nutritec, Cremo, Nestlé und Vallait.

Die MIBA hatte 2012 insgesamt 1834 Mitglieder in den Kantonen Aargau (213), Baselland (384), Basel-Stadt (3), Bern (226), Jura (510) und Solothurn (498).

Für das angelaufene Jahr hat die MIBA tiefere Transportkosten ausgehandelt. So konnte der Milchpreis zugunsten der Bauern erhöht werden. Und die der Wiedereinführung der Marke MIBA - mit Abfüllung bei der Regio-Milch AG - in Läden und Grossverteilern soll die Kundschaft besser auf die Produkte ihrer Region aufmerksam machen.

Neben dem leichten Rückgang beim Jahresgewinn sank beim Nordwestschweizer Milchverband Miba im vergangenen Jahr auch der Gesamtertrag von 170 auf 159 Millionen Franken.