Migration als Katastrophen-Szenario in Basel

Die Aufzählung der möglichen Katastrophen bei der Kantonalen Krisenorganisation irritiert auf den ersten Blick. Zusammen mit Epidemien, Tierseuchen und Terrorismus ist die Migration unter «Gesellschaftliche Gefahren» aufgelistet.

Ein Boot mit Flüchtlingen aus Nordafrika im Mittelmeer.

Bildlegende: Ein Boot mit Flüchtlingen aus Nordafrika im Mittelmeer. Keystone

«Mit dem Begriff der Migration ist eigentlich die Flüchtlingswelle gemeint. Also dann, wenn so viele Flüchtlinge in unser Land kommen würden, dass die bestehenden Strukturen nicht mehr ausreichend wären», erklärt Thomas Emmerich, der Leiter der Krisenorganisation, das Zustandekommen dieser Aufzählung.

Die Gleichsetzung der Begriffe kommt also deswegen zustande, weil die Kantonale Krisenorganisation grundsätzlich immer mit dem Worst-Case-Szenario rechnen muss, bei Tierseuchen ebenso wie bei der Migration. Thomas Emmerich kann die Verwunderung über die Gleichsetzung der Begriffe unter die Kategorie «Gesellschaftliche Gefahren» aber verstehen und räumt ein, dass die Wortwahl nicht besonders geschickt war: «Nach Ihrer Anfrage sind wir zum Schluss gekommen, dass der Begriff Flüchtlingswelle klarer gewesen wäre.»

(Regionaljournal Basel, 6.30 Uhr)