Militärpolizeieinsatz beendet: Vier Festnahmen, weniger Einbrüche

Nach der teilweise umstrittenen Übung der Militärpolizei bei einer Grossaktion der Baselbieter Polizei gegen Einbrüche haben Verantwortliche am Mittwoch eine positive Bilanz gezogen. Vier Personen konnten im Rahmen der Aktion festgenommen werden, davon zwei Einbrecher.

Zwei Soldaten in Unform vor Militärpolizei-Fahrzeug

Bildlegende: Einsatz beendet: Angehörige der Militärpolizei waren im Baselbiet im Übungs-Einsatz Keystone

Die Anfang Oktober gestartete Aktion der Baselbieter Polizei gegen Einbrecher ist auf mehrere Monate angelegt; zwischen dem 11. und 18. Oktober waren an fünf Tagen Militärpolizisten mit dabei. Negative Zwischenfälle seien ausgeblieben.

Vier Personen konnten im Rahmen der Aktion festgenommen werden, davon zwei Einbrecher. Die beiden Einbrecher hatten zuvor eine Zahnarztpraxis ausgeräumt und die Beute noch dabei.

Die anderen beiden Festnahmen erfolgten wegen Kokain respektive wegen Verstössen gegen Ausgrenzungen, hiess es am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Liestal.

«Auf Grund des hohen Kontrolldrucks» sei die Zahl der Einbrüche im Kanton Baselland von 60 in der Vorwoche auf 46 in jener besagten Woche gesunken. Dies sind rund 20 Prozent weniger Einbrüche. Ob die Verbesserung anhalte, bleibe abzuwarten. Mit der teils kritisierten Zusammenarbeit von Armee und Polizei zeigen sich beide Seiten zufrieden: Von «Horizonterweiterungen» und «wertvollen Einblicken» war die Rede.

Reber: «Würde Anfrage erneut zustimmen»

Dem grünen Baselbieter Regierungsrat Isaac Reber hat diese Aktion viel Kritik gebracht. Von linker Seite aber auch aus den eigenen Reihen. Er selbst würde dem Angebot der Militärpolizei, ihn im Kampf gegen die Einbrecher zu unterstützen, erneut zustimmen. Ausserdem habe auch die Bevölkerung diese Aktion als sinnvoll erachtet.

Reber wiederholte Aussagen, die er schon kurz nach Beginn der Übung gemacht hatte: «Eine Zusammenarbeit zwischen Militär und zivilen Behörden muss geübt werden», so Reber. Ausserdem betonte er, dass die Militärbehörden auf die Baselbieter Regierung zugekommen waren und eine Anfrage platzierten.