Modefirma will in Basel Euro-Löhne zahlen

Um sich gegen Währungsverluste abzusichern, zahlt Tally Weijl neuen Mitarbeitern am Hauptsitz den Lohn künftig in Euro. Zunächst hatte die Modekette die Verlegung ihres Hauptsitzes nach Deutschland geprüft.

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Bildlegende: Die Modekette Tally Weijl profitiert vom tiefen Euro-Kurs (Symbolbild). Keystone

Die Schweizer Modekette Tally Weijl will neue Mitarbeiter am Hauptsitz in Basel künftig in Euro zahlen. Da 85 Prozent der Erträge im Euroraum anfallen würden, stellten die Franken-Löhne ein Währungsrisiko dar, erklärte Tally-Weijl-Chef Beat Grüring am Mittwoch der AZ-Mediengruppe.

Aus diesem Grund prüfte Tally Weijl zunächst die Verlagerung des Hauptsitzes über die Grenze nach Lörrach, wo die Firma bereits ein Logistikzentrum betreibt. Auch in Bezug auf die Mietkosten wäre Lörrach der billigere Standort gewesen. Weil aber die Mitarbeiter gegen den Umzug waren, entschied sich die Firma dagegen.

Am Basler Hauptsitz beschäftigt Tally Weijl etwas mehr als 200 Personen. Alle neu eingestellten Mitarbeitersollen nun einen Euro-Lohn erhalten. Die Bisherigen könnten wählen, ob sie in Euro oder weiterhin in Franken bezahlt werden wollen, sagt Firmenchef Grüring. Die Regelung gilt nicht für das Ladenpersonal, welches weiter in Franken bezahlt wird.