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Basel Baselland Monica Gschwind: «Habe mich bis jetzt wenig mit Kultur befasst»

Die künftige Vorsteherin der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion gibt zu, dass sie primär Finanzpolitikerin sei und sich zunächst in die Kulturpolitik einarbeiten müsse. Dennoch hat Monica Gschwind schon vor dem Amtsantritt entschieden, den Kulturchef-Posten noch nicht zu besetzen.

Porträt Monica Gschwind
Legende: Nach der Wahl strahlte Monica Gschwind, nun steigen die Erwartungen an die künftige Kulturministerin. Keystone

Monica Gschwind nimmt «ein Unbehagen in Bezug auf die Kulturpolitik des Kantons wahr». Dieses äussere sich beispielsweise darin, dass viele parlamentarische Vorstösse zum Thema Kulturpolitik eingereicht worden seien. «Ich habe jetzt erst eine Aussenansicht und sehe nicht in die Dienststellen hinein. Ich will mich erst einarbeiten, bevor ich einer Stellenbesetzung zustimme.» Deshalb habe sie das Auswahlverfahren für den Posten «Leiter/Leiterin kulturelles.bl» sistiert. Das heisst: Sie will sich von ihrem linken Vorgänger Urs Wüthrich nicht einen Chefbeamten vor die Nase setzen lassen.

Für mich hat klar die Baselbieter Kultur die höchste Priorität.
Autor: Monica GschwindGewählte Kulturdirektorin

Monica Gschwind gibt ganz offen zu: «Ich sass bisher in der FInanzkommission und habe mich mit Kultur relativ wenig befasst.» Dennoch lässt sie bereits jetzt durchblicken, dass sie mit der Kulturpolitik ihres sozialdemokratischen Vorgängers Urs Wüthrich nicht nur zufrieden ist. «Es ist nun eine gute Gelegenheit, zu prüfen, welche Geldflüsse wohin laufen und wo man vielleicht andere Schwerpunkte setzen will.»

Auf Nachfrage, was dies bedeute, wird Monica Gschwind deutlich: «Für mich hat klar die Baselbieter Kultur die höchste Priorität. Wir müssen unsere eigenen Angebote fördern.»

Was dies für die Zusammenarbeit mit Basel-Stadt bedeutet, könne sie noch nicht sagen. Im Moment würden die Subventionsverhältnisse noch vom früheren Kulturchef Niggi Ullrich betreut. Dieser ist zwar seit Anfang Jahr nicht mehr im Amt, hat aber ein befristetes Mandat. Was findet die künftige Kulturdirektorin dazu, dass der frühere Chefbeamte noch seine Finger im Spiel hat? «Da fragen sie mich etwas. Da kann ich Ihnen nichts dazu sagen», sagt Monica Gschwind. Sie habe nichts von dem Mandatsverhältnis gewusst.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider, 5024 Küttigen
    Mehr Transparenz bei der Nutzung von Kultureinrichtungen ist nötig! Die Subventionen in den Kulturbetrieb sind eine riesige Umverteilung von Steuermitteln von den Nicht-Kulturinterssierten zu den wenigen Kulturinteressierten. Die Nutzung der Kultureinrichtungen durch die Bevölkerung ist deshalb klar offenzulegen. Wer zahlt, wer nutzt?
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  • Kommentar von Nico Basler, Basel
    Ja, ja das bildungs- und kulturpolitische Znünitäschli. Mit Volldampf ins Offsite. Das kann für BL und seine Partnerkantone ja heiter werden.
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