Museum der Kulturen in Basel kann seine Baumängel beheben

Der Grosse Rat bewilligt die 1,6 Millionen Franken murrend. Mit dem Geld kann die miserable Akustik im umgebauten Museum verbessert werden.

Schlechte Akustik: Im Neubau des Museums der Kulturen gibt es Baumängel.

Bildlegende: Schlechte Akustik: Im Neubau des Museums der Kulturen gibt es Baumängel. Juri Weiss

Das Museum der Kulturen wurde nach einem Ausbau der Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron vor zwei Jahren wiedereröffnet. Seither stören diverse Mängel den Betrieb; insbesondere die Akustik im neuen Dachgeschoss ist miserabel.

Alle Fraktionen im Grossen Rat ärgerten sich über die Baumängel und fragten nach Verantwortlichkeiten seitens Planung, Bau und Abnahme. Die Grünliberalen wollten dem Museum die Verbesserungen verweigern, solange ungeklärt sei, wer beim Bau gepfuscht habe. Dies sahen die anderen Fraktionen jedoch anders. Der Rückweisungsantrag erlitt Schiffbruch.

Regierungspräsident Guy Morin, zu dessen Departement die Kultur zählt, wehrte sich gegen Schuldzuweisungen. Morin lobte auch die gleichzeitig beantragten Nachrüstungen der Beleuchtung, weil unter anderem die geplante LED-Technologie Strom spare. In der Debatte war bemängelt worden, dass dies schon vorab beim Planen bekannt gewesen sei.