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Basel Baselland Muttenz könnte grösstes Flüchtlingszentrum der Schweiz bekommen

Bund und Kanton prüfen, ob sie in einem leerstehenden Gebäude im Gebiet Feldreben ein Zentrum für bis zu 900 Flüchtlinge einrichten. Diese würden in Ikea-Hütten wohnen, die in der Halle eines leer stehenden Gebäudes aufgebaut würden.

Legende: Video «Grösstes Flüchtlingszentrum in Muttenz geplant» abspielen. Laufzeit 2:10 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 08.12.2015.

Das neue Durchgangszentrum für Flüchtlinge soll auf der ehemaligen Deponie Feldreben entstehen. Nachdem die «Basellandschaftliche Zeitung» darüber berichtete, informierte die Gemeinde Muttenz und die zuständige Baselbieter Finanz- und Kirchendirektion in einer gemeinsamen Medienmitteilung über die Pläne.

Geplant ist, dass im leerstehenden Gebäude 500 Flüchtlinge unterkommen. Bei Bedarf könnten sogar bis zu 900 Menschen untergebracht werden. Das Heim in Muttenz wäre damit das schweizweit grösste Flüchtlingszentrum. Im Zentrum sollen ausserdem 40 Arbeitsplätze für Mitarbeitende des Staatssekretariats für Migration (SEM) eingerichtet werden.

Solange der Boden nicht aufgerissen wird, besteht keine Gefahr.
Autor: Rolf RossiAsylkoordinator Kanton Baselland

Das Areal gehört dem Kanton Baselland, welcher das Areal während zwei Jahren dem Bund vermietet. Bis in die 1960er Jahre wurde auf dem Areal Chemieabfall entsorgt. Das berge für die Flüchtlinge aber keine Risiken, sagt der Baselbieter Asylkoordinator Rolf Rossi: «Solange der Boden nicht aufgerissen wird, besteht keine Gefahr.»

Ikea-Hütten für die Privatsphäre

Wohnen sollen die Flüchtlinge in Ikea-Hütten, den sogenannten «Shelters for Refugees», die der Bund kürzlich zur Unterbringung von Flüchtlingen anschaffte. Würde das Flüchtlingsheim in Muttenz realisiert, würden diese Hütten in die Halle des leer stehenden Gebäudes gestellt.

Bereits jetzt betreibt der Bund vier Asylzentren im Baselbiet: in Allschwil, Aesch, Arlesheim und Pratteln. Beim neuen Heim würde es sich um ein sogenanntes Registrierungszentrum handeln, also um ein Heim, in welchem die Flüchtlinge bis zu drei Wochen bleiben. Danach werden sie auf die Kantone verteilt oder abgewiesen.

Muttenz stimmt einer «Prüfung» zu

Die Idee, in Muttenz ein solches Registrierungszentrum zu erstellen, stammt vom Bund. Da das Empfangszentrum Bässlergut in Basel kein Platz mehr hat, wurde nach einer Alternative gesucht. Der Standort in Muttenz sei sehr geeignet, da man hier die Flüchtlinge gleich an der Grenze registrieren kann, und nicht zuerst durch die Schweiz reisen muss.

Der Gemeindepräsident von Muttenz, Peter Vogt, hat vor ein paar Wochen von den Plänen erfahren. «Wir haben das mehrmals im Gemeinderat diskutiert und sind zum Entschluss gekommen, dass wir so ein Registrierungszentrum prüfen wollen», so Vogt. Viele Fragen seien noch offen. Zum Beispiel, ob das Baugesuch des Kantons überhaupt durchkommt. Anwohner können gegen dieses Baugesuch Einsprach erheben.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

3 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Um dem Begriff Zentrum und Steuerzahlern gerecht zu werden, sollte ein solches Empfangszentrum min.1500 plätzig und geschlossen sein. So würde Abtauchen von 50% Asylbewerbern endlich verhindert, begleitete Ausreise ermöglicht (Beitrag zur Umsetzung der MEI), die hohe Anzahl Sans Papiers nicht weiter anwachsen, die Akzeptanz in der Bevölkerung steigen. Konzentrierte Präsenz des erforderlichen Personals garantierte bei nur noch 1xigem Einspruch speditive, viel kürzere und günstigere Verfahren.
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  • Kommentar von Thomas Schweizer (Schweizer_Thomas)
    In Bern hat es genug Platz vor /in dem Bundeshaus. Oder in Interlaken am Tor zum Berner Oberland. Innerschweiz und Goldküste am Zürichsee sind ebenfalls gut geeignet. SEM ein Budget - Gar kein Budget ... Geld ohne Limit vorhanden
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Super, geht ja vorwärts und erst noch 40 Bundesstellen besetzt! Hier noch etwas zum Nachdenken, ist ja wieder die beschauliche Zeit: "Jeder Mensch kostet durch seine bloße Existenz Geld, das erstmal erwirtschaftet werden muß. Entweder erwirtschaftet sich ein Mensch seine Existenz selber oder andere müssen es für ihn tun. Wenn beides nicht funktioniert, ist er ein toter Mensch. Wer etwas anderes behauptet, ist schwachsinnig."
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