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Nach dem Nein zur Fusion Wie weiter in der Basler Partnerschaft?

Ressentiments in Basel-Stadt gegenüber dem Baselbiet haben die Abstimmung über die Spitalfusion mitentschieden.

Legende: Audio Die Zukunft der Basler Partnerschaft nach dem Fusions-Nein aus Basel abspielen. Laufzeit 04:58 Minuten.
04:58 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 11.02.2019.

Die Partnerschaft zwischen den beiden Basel steht einmal mehr auf dem Prüfstand. Grund ist das Nein aus Basel-Stadt zu einer gemeinsamen Spitalfusion.

Die Partnerschaft hat sicher eine Rolle gespielt. Das war aber nicht der einzige Grund.
Autor: Sarah WyssGrossrätin (SP)

Schon während des Abstimmungskampfs hatte sich gezeigt, dass in Basel-Stadt Ressentiments gegenüber Baselland vorhanden sind. Zwar verneinen die Fusions-Gegner in der Stadt, dass diese Anti-Baselland-Haltung in der Stadt den Ausschlag für das Nein gegeben haben. Wegdiskutieren lässt sich dieser Relfex aber nicht. «Die Partnerschaft hat sicher eine Rolle gespielt. Das war aber nicht der einzige Grund», sagt Fusions-Gegnerin Sarah Wyss (SP).

Patricia von Falkenstein (LDP), die sich für eine Spitalfusion stark gemacht hatte, macht sich Sorgen, dass das Nein aus Basel Auswirkungen auf weitere partnerschaftliche Geschäfte zwischen den beiden Halbkantonen haben könnte: «Ich befürchte, dass es einen Backlash aus dem Baselbiet gibt bei den Verhandlungen über die Uni.» Die beiden Kantonen müssen nun schauen, dass man wieder mehr zusammen macht statt gegeneinander, sagt von Falkenstein.

Der Präsident der Baselbieter SVP, Oskar Kämpfer, hält sich am Tag nach dem Nein zurück mit Kritik Richtung Basel-Stadt. «Es ist sicher kein glücklicher Entscheid», sagt Kämpfer. Leidtragender wegen fehlender Fallzahlen sei nun insbesondere auch das Universitätsspital Basel.

KSBL-Aebi schüttelt den Kopf

Dennoch schliesst Kämpfer nicht aus, dass das Abstimmungsresultat im Baselbiet nachhallt und ergänzt: «Es gibt im Baselbiet Leute die denken: Offenbar ist es gut mit uns zusammenzuarbeiten, solange wir mitzahlen. Sonst ist eine solche Zusammenarbeit aber weniger gewollt in Basel.» Kämpfer glaubt indes nicht, dass die gescheiterte Spitalfusion negative Auswirkungen hat auf die Partnerschaft. «Grundsätzlich hat die Partnerschaft in der letzten Zeit gut funktioniert.»

Wie es nun im Baselbiet weitergeht nach dem Nein aus Basel ist noch offen. Noch am Sonntag kündigte Jürg Aebi, CEO des Kantonsspital Baselland KSBL, jedoch einschneidende Massnahmen an. Betroffen sein dürften insbesondere die Standorte Bruderholz und Laufen.

Über die Ressentiments zwischen den beiden Basel schüttelt Aebi den Kopf: «Für mich als Berner ist es schon faszinierend: Immer wieder kommen alte Geschichten hoch. Man kämpft gegeneinander statt gemeinsam vorwärts zu schauen.»

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