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Nach Frostschäden Rund ein Dutzend Baselbieter Bauern beantragen Nothilfe

Der Kälteeinbruch im vergangenen Frühling hat rund 80 Prozent der Baselbieter Obst- und Weinernte zerstört.

Der Kälteeinbruch Ende April 2017 richtete im Baselbiet immense Schäden an. Daraus Resultiert ein Schaden von gut 18 Millionen Franken. «Im schweizweiten Vergleich hat es das Baselbiet am härtesten getroffen», sagt dazu Lukas Kilcher, Leiter des Landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain.

Eine Million Nothilfe bereits vergeben

Der Landrat hat für die betroffenen Bauern einen Nothilfe-Topf von zwei Millionen Franken bereit gestellt. Davon sei bereits die Hälfte vergeben, sagt Kilcher. 11 Bauernhöfe hätten ein kreditloses Darlehen beantragt, um so einen Konkurs zu verhindern. Kilcher schätzt, dass nochmals rund ein Dutzend Höfe eine Kreditspritze beantragen werden.

Neben den kantonalen Unterstützung haben 54 Baselbieter Bauernhöfe ein Gesuch bei der Stiftung Fondssuisse eingereicht. Diese Höfe stehen noch nicht kurz vor dem Konkurs, haben aber finanzielle Probleme. Im Gegensatz zum Kanton, bei dem man das Geld nach sechs bis acht Jahren zurückzahlen muss, vergibt Fondssuisse das Geld - ohne Rückzahlung. Wie viel Geld die Baselbieter Bauernhöfe erhalten, wird Ende Januar bekannt.

Der Fondssuisse

Die Stiftung Fondssuisse ist über 100 Jahre alt. Sie leistet finanzielle Beiträge an Schäden, die durch Naturereignisse verursacht wurden und für die keine Versicherung abgeschlossen werden kann. Sie wird weder durch Steuergelder noch durch Versicherungsprämien finanziert. Ihre Mittel erhält die Stiftung von der Schweizerischen Nationalbank.

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