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Nach Rücktritt Thierry Moosbrugger soll neuer Basler Ombudsmann werden

Portrait Moosbrugger
Legende: Thierry Moosbrugger arbeitet heute noch bei der katholischen Kirche. zvg
  • Die zuständige Kommission des Grossen Rat schlägt den Theologen und Kommunikationsfachmann Thierry Moosbrugger zur Wahl vor.
  • Moosbrugger soll die Basler Ombudsstelle zusammen mit der Juristin Elisabeth Burger Bell ab Juni 2018 führen.
  • Zur Wahl hatte sich bereits Thomas Riedtmann gestellt. Dieser zog seine Kandidatur nach Kritik aus der Politik jedoch zurück.

Moosbrugger sei die beste Kandidatur gewesen, sagt André Auderset (LDP), Präsident der Wahlvorbereitungskommission des Grossen Rates auf Anfrage. Rund 30 Personen hätten sich um die 50-Prozent-Stelle beworben. Der Theologe und Kommunikationsfachmann Thierry Moosbrugger ist 51 Jahre alt und seit 2012 Leiter der Öffentlichkeitsarbeit in der katholischen Kirche der beiden Basel.

Nähe zur Kirche kein Problem

Seine Nähe zur Kirche sei im Bewerbungsgespräch ein Thema gewesen: «Moosbrugger konnte uns jedoch glaubhaft versichern, dass die in gewissen Fragen strenge Haltung der katholischen Kirche keinen Einfluss hat auf seine Arbeit als Ombudsmann», sagt Auderset.

Im Gegensatz zum ersten Kandidaten Thomas Riedtmann hat Moosbrugger keine berufliche Vergangenheit in der Basler Verwaltung. Zur Erinnerung: Riedtmann zog seine Kandidatur zurück, nachdem Kritik an seiner Nähe zur Verwaltung laut geworden war.

Geplant ist, dass Moosbrugger sein Amt als Ombudsmann am 1. Juni 2018 antritt. Die erste Ombudsperson, die Juristin Elisabeth Burger Bell, wurde bereits im September vom Grossen Rat gewählt und tritt ihr Amt am 1. Februar 2018 an.

Moosbrugger, der heute noch in Waldeburg wohnt, will noch im Dezember 2017 nach Basel-Stadt zügeln. Dazu ist er als Ombudsmann gesetzlich verpflichtet.

Der Ombudsmann

Die Ombudsstelle kümmert sich um Anliegen und Beschwerden. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen neben der Kantonsverwaltung auch Institutionen und Organisationen, die überwiegend vom Kanton finanziert werden, nicht jedoch die gesetzgebenden und die richterlichen Behörden.

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