Naturhistorisches Museum Basel rettet Tausende Tierpräparate

Das Naturhistorische Museum Basel nimmt sich in den nächsten 15 bis 20 Jahren der Rettung seiner Tierpräparate an. Rund 10'000 Objekte müssen in neue und dichtere Gläser umgefüllt werden.

Mann hält Alligator mit Pinzette und macht diesen in ein neues Glas

Bildlegende: Tierpräparator Christoph Meier gibt einem Alligatoren ein neues «Zuhause» SRF

 Als erstes grosses Schweizer Museum hat das Naturhistorische Museum Basel vor kurzem damit begonnen, die rund 10'000 Sammlungsobjekte in bessere Gläser umzufüllen.

Grund: Die Qualität der Präparate in der Nasspräparatesammlung - Amphibien, Fische, Reptilien, Insekten und anderes - ist gefährdet. Denn die Gläser entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Früher wurden die Tierpräparate einfach in Gläser gesteckt und diese mit Alkohol aufgefüllt.

Aktion dauert 15 bis 20 Jahre

Schwachstelle dabei ist laut Tierpräparator Christoph Meier der Verschluss: Ist er undicht, kann Flüssigkeit verdunsten, oder eindringende Luft kann zur Oxidation führen und kalkhaltige Materialien wie Knochen oder Fischschuppen angreifen.

Die Umfüllaktion braucht jedoch Geld und Zeit. Allein die Anschaffungskosten für die Gläser dürften sich auf eine Million Franken belaufen, sagt Meier. Für die Arbeiten rechnet der Chefpräparator zudem mit einem Zeitraum von 15 bis 20 Jahren.