Naturhistorisches soll zum Bahnhof St.Johann kommen

Das Naturhistorische Museum Basel soll für 124 Millionen Franken ein neues Domizil bekommen. Die Kantonsregierung möchte die über siebeneinhalb Millionen Sammlungsobjekte aus Zoologie, Geologie und Paläontologie vom heutigen Standort beim Münster in einen Neubau beim Bahnhof St.Johann verlegen.

Kopf eines Sauriers aus der Ausstellung im Naturhistorischen Museum im Berri-Bau.

Bildlegende: Siebeneinhalb Millionen Exponate des Naturhistorischen Museums sollen beim Bahnhof St. Johann eine neue Heimat finden. Juri Weiss

Das Museum mit Wurzeln im 17. Jahrhundert befindet sich heute in einem Gebäude von Melchior Berri von 1849, das dringend saniert werden muss. Weil es für die Sanierungsarbeiten ohnehin ausziehen muss und der Altbau viel zu klein ist, schlägt die Regierung einen Neubau vor. Als Standort hat sie sich für ein Areal zwischen dem Kannenfeldplatz und dem neugestalteten Bahnhof St. Johann entschieden.

Das Naturhistorische Museum hat heute 9700 m2 zur Verfügung und platzt aus allen Nähten. Im Neubau soll es 13'500 m2 Nutzfläche bekommen. Das Grundstück ist durch eine Quartierstrasse und die Bahngleise begrenzt. Der Kanton hat es der SBB abgekauft. Die Regierung hat jetzt den Projektierungskredit dem Parlament beantragt. Der 124 Millionen teure Neubau soll frühestens 2020 fertig gestellt sein.

Auf demselben Areal beim Bahnhof St. Johann will die Regierung auch das Staatsarchiv unterbringen. Dieses ist heute im oberen Teil des Rathauses untergebracht und leidet ebenfalls unter Platznot. Dieser Neubau soll 66 Mio. Franken kosten. Vorgesehen ist ein gemeinsamer Wettbewerb mit einem Kostendach von 190 Mio. Franken.