Neue Strukturen im Asylwesen ändern für Basel-Stadt wenig

Die Asylkonferenz einigte sich über die Eckwerte der künftigen Organisation des Asylbereichs. Für den Kanton Basel-Stadt, der heute bereits das grösste Empfangs- und Verfahrenszentrum der Schweiz betreibt, dürtfte sich dabei kaum etwas ändern. Anders sieht das für die ganze Nordwestschweiz aus.

Bild des Empfangszentrums: Schild, Asylbewerber und Maschendrahtzaun

Bildlegende: Das Empfangszentrum an der Freiburgerstrasse in Basel. Keystone

Die am Montag vorgestellten Eckwerte der Asylkonferenz sehen fünf Asylregionen vor. In diesen sollen insgesamt 6000 Plätze zur Verfügung stehen. Aufgebaut wird dabei auf den bestehenden heutigen Verfahrenszentren, darunter auch das Bässlergut in Basel. Dieses hat heute offiziell 320 Plätze, dazu stellt Basel-Stadt dem Bund 100 Plätze in einer Zivilschutzanlage zur Verfügung.

An dieser Zahl soll sich auch in Zukunft nicht gross etwas ändern, sagt die Basler Asyl-Koordinatorin Renate Gäumann. Um die Zahl von rund 1200 Plätzen für ein regionales Zentrum zu erreichen, müssten aber in der Nordwestschweiz zusätzliche Zentren mit etwa 800 Plätzen aufgebaut werden, zum Beispiel im Kanton Baselland oder im Aargau. Der Baselbieter Sicherheitsdirektor Isaac Reber betont, Baselland habe verschiedentlich gezeigt, dass der Kanton seine Verantwortung zur Lösung des Asylproblems übernehme. Zum Beispiel stelle der Kanton ab Februar in Allschwil dem Bund 150 Plätze zur Verfügung. Ob der Kanton aber auch ein grösseres Zentrum im Rahmen der geplanten fünf Regionalzentren aufbauen würde, dazu wollte sich Reber nicht konkret äussern.