Neuer Lörracher Oberbürgermeister hält nichts von Umfahrungs-Idee

Der neue Oberbürgermeister der Stadt Lörrach, Jörg Lutz, hat enge Kontakte zur Schweiz und zur Region Basel. Von einer möglichen Umfahrung Basels über die Autobahn A98 hält er allerdings nichts - vor allem wegen des Mehr an Lärm.

Bürgermeister vor Mikrofon

Bildlegende: Der neue Oberbürgermeister von Lörrach bei seiner Dankesrede am Sonntagabend zvg

Mit der Schweiz verbinde ihn viel, sagt der neue Oberbürgermeister von Lörrach, der 50jährige Jörg Lutz, bis jetzt Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen. Nicht zuletzt seine Frau, die Schweizerin sei.

Vor allem wegen Lärm gegen Umfahrung

Am Herzen liegt dem designierten OB der 50'000-Einwohner-Stadt nicht zuletzt der Öffentliche Verkehr - und hier vor allem eine einheitliche Tarifstruktur. Hier müsse man auch die französische Seite versuchen ins Boot zu holen, sagt Jörg Lutz.

Nichts Positives kann Lutz dagegen der Idee der Kennzeichnung der deutschen Autobahn A98 Rheinfelden-Lörrach-Weil am Rhein als Umfahrung der belasteten Basler Osttangente abgewinnen: vor allem wegen der Mehrbelastung durch den Autolärm wäre das für die Lörracher Einwohnerinnen und Einwohner nicht zumutbar. In Weil am Rhein dagegen hatten gewisse Behördenvertreter die Idee begrüsst.

Mit deutlicher Mehrheit hatte Lörrach den parteilosen Jörg Lutz zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Er bekam am Sonntag im zweiten Wahlgang fast 65 Prozent der Stimmen. Im ersten Wahlgang war er von der SPD, nach dem Rückzug des eigenen Kandidaten im zweiten Wahlgang auch von der CDU unterstützt worden.

Da Lutz derzeit noch Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen im Kreis Lörrach ist, steht sein Amtsantritt in Lörrach laut einem Sprecher der Stadt noch nicht fest. Lutz' Vorgängerin, die seit 19 Jahren amtierende Gudrun Heute-Bluhm (CDU), wechselt am 1. August zum Städtetag.