Niederstamm fürs Portemonnaie, Hochstamm für die Nostalgie

Die Kirschernte in der Region Basel wird dieses voraussichtlich Jahr gut. Dies freut auch Matthias Kleiber, einen der grössten Kirschenproduzenten im Baselbiet. Täglich werden rund 500 Kilogramm Kirschen gepflückt - von freiwilligen Helfern und Helferinnen sowie von Saisonniers aus Polen.

Zwei Pflücker stehen auf zwei Leitern und Pflücken Kirschen. Froschperspektive.

Bildlegende: Bei den Hochstamm-Bäumen braucht es eine Leiter, um an die Kirschen zu kommen. Keystone

Die Kirschenanlage von Matthias Kleiber in Biel-Benken ist eine der grössten im Baselbiet. In 15 Reihen, die über 150 Meter lang sind, steht Bäumchen an Bäumchen und diese sind voll behangen mit Kirschen. «Es ist wichtig, dass man die Kirschen am Stil abbricht und nicht einfach abreisst, sonst können sie nicht mehr verkauft werden», sagt Ursula Äschlimann. Sie ist mit Matthias Kleiber verwandt und hilft bereits seit über 45 Jahren bei der Kirschernte mit, so wie viele andere Freiwillige, meist Pensionäre aus dem Freundeskreis. Zusätzlich engagiert Matthias Kleiber auch noch zwei Erntehelfer aus Polen.

«Um mit Kirschen wirklich rentabel zu sein, setzen wir vor allem auf Niederstammbäume», sagt Kleiber. Gut ein Dutzend Hochstammbäume gehören aber trotzdem auch noch zu seinem Betrieb. «Diese Hochstammbäume hat noch mein Grossvater gepflanzt, einige sind über 70 Jahre alt». Trotz aller Nostalgie, Niederstammbäume seien einfach praktischer, meint Kleiber, sie seien nur rund drei Meter hoch und sie liessen sich mit einer weissen Plastikplane vor Hagel und Vögel schützen.

(Regionaljournal Basel, 17.30)