Non Merci von Basler Regio Politikern zur Elsässer Gebietsreform

Der französische Präsident François Holland will das Elsass mit Lothringen und Champagne-Ardenne fusionieren. In Basel befürchtet man, dass nach einer solchen Gebietsreform die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg schwieriger werden könnte.

Französischer Grenzstein.

Bildlegende: Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit könnte schwieriger werden. Keystone

Gegen die geplante Gebietsreform gibt es Widerstand im Elsass selber: Vor einer Woche haben in Strassburg gegen 10'000 Leute demonstriert. Nun zeigt sich, dass es auch in Basel Skepsis gibt.

Regio Basiliensis freut sich nicht

Gedanken machen sich vor allem jene Organisationen, die sich für die Zusammenarbeit über die Grenze hinweg einsetzen. Zum Beispiel die Regio Basiliensis. Ihr Geschäftsführer Manuel Friesecke sagt: Derzeit habe die Nordwestschweiz das Elsass als relativ kleines Gebiet als Partner. In Zukunft hätte man mit einem viel grösseren Gebilde zu tun, das eine gemeinsame Grenze hat mit vier verschiedenen Ländern: Belgien, Luxemburg, Deutschland und die Schweiz. Dies könnte die Zusammenarbeit schwieriger machen. «Schweizer Interessen stünden dann nicht mehr zuoberst auf der Agenda dieser neuen Region.»

Direkte Kontakte könnten leiden

Ähnliche Bedenken äussert auch die Handelskammer beider Basel. Direktor Franz Saladin nennt als Beispiel den Euroairport. «Bislang hat die Schweiz für die Anliegen des Flughafens viel Unterstützung aus dem Elsass erhalten. Wenn die Entscheide in Zukunft weiter weg getroffen werden sollten, dann wird die Beziehung leiden.»

Neues Zentrum weit weg von Basel

Das gelte auch für Grenzgänger-Fragen, befürchtet zudem der Basler Gewerbedirektor Gabriel Barell. Es sei sicher nicht optimal, wenn in Zukunft eine Behörde weit weg von Basel, mit der Schweiz beispielsweise über Parkkarten verhandle.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)