Nordwestschweizer Litteringexport nach Deutschland

Abfallberge im Wald sind auch in Südbaden ein Problem für die Förster. Neu ist, dass Spuren der Sünder auch in die Schweiz führen. Neben eindeutigen Beweisen wie Autokennzeichen der Täter gibt es auch Dokumente im Abfall, die die Täterschaft überführen lassen.

Am Rand einer Strasse liegt Abfall (Plasitcksack, Eimer, Karton...), auf der Strasse fahren Autos

Bildlegende: Illegal entsorgter Abfall im Wald Keystone

Die Probleme sind hüben und drüben die gleichen. Bürger entsorgen ihren Hauskehricht illegal im Wald. Neben Garten- und Küchenabfällen ist es auch Hauskehricht, der wild entsorgt wird. Spuren führen auch immer wieder zu Schweizer Tätern.

Es sei leicht, einen Täter zu überführen, wenn eindeutige Hinweise im Müll zu finden seien, sagt Georg Lutz, Fachbereichsleiter Umwelt im Landkreis Lörrach. «In einem Fall entsorgte ein Schweizer in seinem Müll auch alte Dokumente mit Name und Adresse.» Eine Überführung sei leicht gewesen.

Autokennzeichen führen zu den Tätern

Auch einfach sei es, wenn Bürger auf frischer Tat ertappt werden oder beim Entsorgen beobachtet werden können. «Wir erhalten immer wieder Hinweise auf Autokennzeichen. Die sind in der Regel dann auch eindeutig.»

Anders ist es bei Schweizer Produkten. Ihre Provenienz könne zwar eindeutig bestimmt werden. Die Frage, wer sie illegal im Wald entsorgte, die sei aber nicht zu klären. In jedem Falle aber sei auch in Deutschland das wilde Entsorgen im Wald strafbar.

(Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr)