Nur noch Sinfonieorchester Basel soll Staatsgelder erhalten

Das Basler Präsidialdepartement stellt die Finanzierung des Orchesterwesens auf eine neue Grundlage: ab 2016 soll nur noch das Sinfonieorchester Basel einen durchgehenden Beitrag über vier Jahre erhalten.

Das Sinfonieorchester Basel spielt

Bildlegende: Das Basler Sinfonieorchester soll finanziell privilegiert werden. Foto Juri Weiss

Das Sinfonieorchester Basel (SOB) wird künftig finanziell privilegiert sein: ab 2016 soll es als einziges der Basler Orchester einen durchgehenden Beitrag über vier Jahre erhalten. Damit könne das SOB seinen Auftrag garantieren; dieser bestehe aus der Grundversorgung an sinfonischem Repertoire und der Produktion von Opern für das Theater Basel. Im Moment erhält das SOB mit seinen 110 Musikerinnen und Musikern acht Millionen Franken pro Jahr.

Drei weitere Orchester erhalten nicht mehr Subventionen wie bisher

Gleichzeitig schreibt das neue Modell fest, dass drei weitere Orchester nicht mehr wie bisher subventioniert werden: das Kammerorchester Basel, basel sinfonietta sowie das Ensemble Phönix. Nach einem Übergangsjahr sollen sie gezielt mit der Förderung von Programmen unterstützt werden. Diese Auswahl werde von einer Fachjury und der Abteilung Kultur des Präsidialdepartements getroffen.

Mit dem neuen Modell könne schneller auf aktuelle Strömungen und Bedürfnisse im Basler Musikleben reagiert werden können.

Die Regierung hatte das neue Modell bereits im Februar verabschiedet, nun wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)