Ob der Chienbäse in Liestal stattfindet, ist noch nicht sicher

Ob der Chienbäse am Sonntagabend stattfinden kann, ist unsicher: Das Liestaler Fasnachtskomitee entscheidet erst ganz kurzfristig, zusammen mit dem Flughafen.

Junge mit einem Chienbäse geht gekrümmt unter der brennenden Last durch Liestal.

Bildlegende: Der Chienbäse-Umzug ist zu gefährlich, als dass er bei starkem Wind durchgeführt werden kann. Keystone

Der Chienbäse-Umzug in Liestal am Sonntagabend nach dem Fasnachtsumzug am Nachmittag lockt jeweils Tausende ins Stedtli. Die brennenden Chienbäse sind beliebt, bei jung und alt. Doch dieses Jahr ist unklar, ab der Umzug stattfinden kann: Windet es zu stark, muss der Präsident des Liestaler Fasnachtskomitees den Umzug mit den brennenden Ungetümen absagen. «Den Entscheid fällen wir unmittelbar vor dem Umzug», sagt Ruedi Schafrot. Problematisch seien vor allem die Wagen mit den Feuerbündeln.

Den Entscheid fälle man mit den Angaben, die man vom Flughafen bekomme. «Der Basler Flughafen hat örtlich sehr genaue Wetteransagen und anhand dieser Aussagen entscheiden wir.» Da könne es schon sein, dass man ein Wetterfenster nutze und den Umzug allenfalls zeitlich etwas verschiebe.

Noch sei man guten Mutes in der Kantonshauptstadt, denn in der langen Geschichte des Chienbäse-Brauchtums habe man den Umzug fast immer wie geplant durchführen können. Schafrot mag sich nicht daran erinnern, dass der Chienbäse jemals abgesagt worden war. Aber er erinnert sich, dass der Umzug schon verschoben worden ist. «Und vor etwa 12 Jahren hat man wegen starkem Schneefall die Feuerwagen nicht laufen lassen, denn die hätten durch die Thermik Dachlawinen auslösen können.»